Tag 110: Mit Herrn Schiller durch die Medina

Die Beschilderung zur Medina von Mèknes war nicht ganz so toll und unser Navi nicht immer eine große Hilfe.

Das erste Stadttor, dessen Name wir nicht mehr wissen wurde dann sofort angegriffen und es folgte eine unserer abenteuerlichsten Fahrten durch circa zwei Meter enge Gassen. Die Fußgänger waren wohl Kummer gewöhnt und haben uns geduldig Platz gemacht.

Umkehren wäre sinnlos gewesen, da wir jegliche Orientierung verloren hatten.

Irgendwann wurde es heller und wir haben zwischen den Stühlen eines Lokals ein kleines Tor aus der Medina gefunden.

Froh wieder auf einer befahrenen Straße zu sein, sind wir dann wie durch ein Wunder an dem mächtigen Stadttor Bap El Mansour gelandet.

Herrn Schiller haben wir der Obhut eines freundlichen Schuhputzers übergeben und uns auf dem Place El Hadim nach dieser Aufregung erst einmal eine Pause gegönnt.

Unser Bummel durch den Souk beschränkte sich auf die Straßenverkäufer, denn am Freitag sind in dem muslimischen Marokko die meisten Geschäfte geschlossen.

Die Rückfahrt zum Campingplatz war ebenfalls von ein paar Umwegen geprägt und bei einer Verkehrskontrolle hat uns ein streng aussehender Polizist herausgewunken. Der hat sich dann aber als freundlicher, neugieriger Herr entpuppt, der sehr daran interessiert war, wie zwei Allemagnen mit einem roten Roller aus Deutschland nach Marokko kommen. Nachdem der Wissensdurst gestillt war, wurden wir mit einem Händedruck und eine Schulterklopfen verabschiedet.

Um diesen aufregenden Tag gebührend abzuschließen, haben wir uns ein üppiges marrokanisches Abendessen gegönnt.

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