Tag 37 – unter Kaschuben

Vogelgezwitscher und Sonnenschein am Morgen – so kann es weitergehen.

Ging es aber nicht. Richtung Süden wurden die Wolken dichter und es begann zu nieseln.

Das hat uns nicht abgehalten, die Fahrt an Seen entlang und durch Birkenwälder zu genießen. Die Landschaft wurde immer hügeliger und die gelben Rapsfelder waren eine bunte Abwechslung.

Unser Tagesziel war das Freilichtmuseum der Kaschubei. Einen Hinweis auf diese Minderheit hatten wir schon eine ganze Weile beobachtet, da die Ortsschilder zweisprachig gestaltet waren.

Das Museum zeigt 52 Objekte der kaschubischen Regionalarchitektur auf ca. 22 Hektar.

Nur 1,5 km entfernt haben wir einen ruhigen Platz am See gefunden, wo wir die Nacht verbringen.

Mal schauen, ob wir morgen den zugehörigen Aussichtsturm besteigen, um uns See und Landschaftspark von oben anzusehen.


Die Kaschuben sind ein westslawisches Volk, das in Polen in der Woiwodschaft Pommern im Landstrich Kaschubien lebt. Darüber hinaus sind viele sich dieser Ethnie zugehörig fühlende Menschen in die USA, nach Kanada und nach Deutschland ausgewandert oder im weiteren Polen beheimatet.

Die Kaschuben, die heute im Staat Polen leben, fühlen eine geschichtliche und ethnische Verbundenheit mit dem Polentum, pflegen aber ihre eigene Sprache und Tradition. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es einerseits Kaschuben, welche die besondere Nähe der Kaschuben zu Polen und zum Polentum betonen und sich selbst eher als ethnische Gruppe bezeichnen, und andererseits (weitaus geringere) Strömungen, die im Gegensatz dazu die eigenständige kaschubische Nationalität in den Mittelpunkt rücken, was manchmal von Seiten einiger Polen als separatistische Tendenz angesehen wird.

Quelle: Wikipedia

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