Reise Guckloch

Tag 63 – Kreuze

Die Anfahrt über die A11 war relativ entspannt und schon von weitem konnten wir an den parkenden Reisebussen erkennen, dass wir uns dem Ziel näherten.

Wir haben uns ein Plätzchen am Straßenrand gesucht und sind zu der Anhöhe „gepilgert“, die mit Abertausenden Kreuzen versehen war.

Das macht schon sprachlos.

Zu Entstehung des Hügels, dem Aufstellen der Kreuze sowie den damit ausgelösten Wirkungen gibt es unter anderem zwei Legenden:

Ein Vater schlief am Lager seiner kranken Tochter ein; im Traum erschien ihm eine weiße Frauengestalt, die ihm aufgab, ein Kreuz auf dem Hügel aufzustellen. Der Mann tat, wie ihm von der Frauengestalt geheißen und stellte ein Kreuz auf eben jenem Hügel auf. Bei seiner Rückkehr nach Hause war seine Tochter wieder gesund.

Eine weitere Legende erzählt von einem Fürsten aus Vilnius. Dieser habe vor 300 Jahren gegen einen anderen Fürsten prozessiert und sei an dem Berg vorbei zum Gericht nach Riga gereist. Seinen Bediensteten habe er dabei gesagt: „Wenn ich den Prozess gewinne, werde ich auf dem Berg ein Kreuz aufstellen.“ Nachdem der Fürst den Prozess gewonnen hatte, befahl er auf dem Rückweg, auf dem Berg das Kreuz zu errichten. Bald habe sich der Ruf vom Gelübde des Fürsten im ganzen Lande verbreitet.

Der Hügel gilt als mittelalterlicher Burghügel, wobei die Burg den Namen Jurgaičiai getragen haben und 1348 von Kreuzrittern zerstört worden sein soll. Bereits zu dieser Zeit war der zumindest zum Teil künstlich angelegte Hügel vermutlich eine Gebets- und Opferstätte.

Quelle: Wikipedia

Wir würden dann von einem plötzlich auftretenden, heftigen Regenschauer zurück in Herrn Geheimrat getrieben und haben uns entschlossen, die Nacht doch nicht auf dem Parkplatz zu verbringen. Da wird am Sonntag Morgen sicherlich ein großer Ansturm erfolgen.

Wir sind dann doch lieber ein Stück zurück gefahren und haben uns eine Platz an einem See mit unaussprechlichem Namen gesucht (auf der Hardcopy erkennbar).


Badener auf 6 Rädern treffen Schwaben auf 2 Räder.

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