Tag 95 – Helsinki und finnische Achterbahn

Das hat gestern Abend doch noch mit dem Stellplatzwechsel geklappt.

Die Köchin hat auch gleich finnische Mitesser gefunden, die sich über ein paar kleine Salatblätter gefreut haben.

Nach einer ruhigen Nacht hatte sich unser Parkplatz so gefüllt, daß wir keine Chance gehabt hätten, unbeschadet auszuparken. Die finnischen Zoobesucher (der offizielle Parkplatz war offensichtlich schon früher voll) haben jeden Zentimeter unabhängig davon, ob ein Platz gekennzeichnet war genutzt.

Gut, daß wir vorhatten, die Stadt zu besichtigen. Ein kleiner Spaziergang zur Metrostation und für 2,80€ p.P. in 15 Minuten in die Innenstadt war kein Problem.

Wir sind dann gemütlich durch die Stadt gebummelt, haben die schönen Häuser bewundert, die Markthalle durchstöbert, ein Bier auf einem Schiff in der Sonne genossen und den obligatorischen Pin im Hardrock Cafe erstanden.

Nach der Rückkehr zum Parkplatz hatten wir Glück, dass hinter uns zwei Plätze frei waren und wir mit der üblichen Vorsicht und der „Profi-Einweiserin“ unbeschadet vom Platz gekommen sind.

Wir haben dann die Finnland-Runde begonnen und sind eine schöne Strecke nach Porkala gefahren.

Ein erster überraschender Finnlandeindruck für uns war, dass das Gelände relativ hügelig war. Die letzten Kilometer waren auch noch kurvig, so dass die Fahrt auf der mit Schlaglöchern gespickten Strasse einer Achterbahnfahrt glich.

Unser Übernachtungsplatz lag einsam und ruhig. Das Parken ist für zwei Tage erlaubt und es gibt einen Mülleimer.

Wir werden aber wahrscheinlich morgen eine Ver-/Entsorgung anfahren, da wir nun schon 4 Tage freistehen und die Tanks geleert bzw gefüllt werden sollten.


Kleiner geschichtlicher Ausflug zur Umgebung unseres Übernachtungsplatzes:

Die Halbinsel liegt ungefähr 30 Kilometer westlich der finnischen Hauptstadt Helsinki. Bei einer Länge von etwa 25 Kilometern ist sie bis zu 15 Kilometer breit. Eine gleichnamige Gemeinde, Porkkala, liegt auf der Südspitze der Halbinsel. Die Spitze der Halbinsel ist nur 36 km von der auf der anderen Seite der Ostsee gegenüberliegenden Küste Estlands entfernt. Sie ist damit eine wichtige Station für Zugvögel und beliebt für die Vogelbeobachtung im Frühjahr, wenn hier die Arktischen Gänse und andere Wasservögel durchziehen. Die Halbinsel hatte auch eine wichtige militärstrategische Position für die Kontrolle der meerseitigen Zufahrt nach Sankt Petersburg: Artilleriestellungen auf beiden Seiten konnten diesen Zugang sichern.

Geschichte

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Porkkala aufgrund seiner militärstrategischen Position im Waffenstillstand von Moskau am 19. September 1944 von Finnland an die Sowjetunion verpachtet. Zum 26. Januar 1956 verzichtete die Sowjetunion auf das Pachtgebiet, das an Finnland zurückfiel. 

→ Hauptartikel: Pachtgebiet Porkkala

Heute unterhält die Finnische Marine in Upinniemi, einem von den sowjetischen Streitkräften angelegten Hafen, auf der Halbinsel Porkkala einen ihrer größten Stützpunkte.

Quelle: Wikipedia

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