
Was tut man nicht alles, um etwas Interessantes zu erleben? Der Wecker klingelt um 5:15, das Frühstück fällt aus und eine Katzenwäsche muss genügen.
Pünktlich um 6:00 startet die kleine Gruppe vom Campingplatz zum kleinen Hafen von Murighiol.
Nachdem die Schwimmwesten verteilt sind, starten wir bei gespenstischer Frühnebel Stimmung unsere Bootstour durch das rumänische Donau Delta.




Zu unserer Schande müssen wir gestehen, dass wir schon lange keinen Sonnenaufgang mehr gesehen haben (aber ehrlich gesagt sind wir froh darüber 🤣). Aber dieser Aufgang war etwas ganz Besonderes und schon dafür hat sich das frühe Aufstehen gelohnt.




Das Donaudelta befindet sich im Mündungsgebiet der Donau in das Schwarze Meer und stellt nach dem Wolgadelta das zweitgrößte Delta Europas dar. Es umfasst ein Gebiet von 5800 km², wovon 72 % mit einer Fläche von 4178 km² unter Naturschutz stehen.
Ich habe mich bemüht, die Vögel, die wir gesehen haben zu identifizieren. Allerdings sind meine ornithologischen Fähigkeiten nicht besonders ausgeprägt und ich bitte um Nachsicht, falls ich einen Fehler gemacht habe.
Ich beginne mal mit der einfachsten Art: den Pelikanen. Ja, das konnten wir vorher auch fast nicht glauben, dass es diese Vögel in Europa bzw. in Rumänien gibt.
Etwa 5.000 Brutpaare des Rosapelikan brüten hier im Delta. Da fällt es ziemlich leicht, die bis zu 10kg schweren und mit 3m Spannweite ausgestatteten Riesen beim Fischen, Starten, Landen und Fliegen zu beobachten.













Dieser Frosch fällt wohl eher in die Kategorie „Futter“.

Aber jetzt wieder zu den Vögeln.







Nicht alle Vogelarten konnte ich mir merken, deshalb jetzt nur noch eine Galerie ohne Bezeichnungen.






Viereinhalb Stunden sind wie im Flug mit der zum Teil rasanten und zum Teil gemächlichen Bootsfahrt über Seen, durch Kanäle und enge Schilfpfade vergangen. Riesige Seerosenteppiche, breite Schilfgürtel und urwaldähnliche Flussarme bieten den Vögeln und den anderen Tieren Schutz.










Uns hat die Tour auf jeden Fall großen Spaß gemacht. Zurück am Mobil gab es zuerst einmal ein spätes Frühstück und dann wurden die Bilder angeschaut und die Beobachtungen ausgetauscht.
