Heute haben wir unseren wirklich tollen Platz in Murighiol 3️⃣9️⃣ verlassen und uns auf den Weg nach Süden gemacht.

In Constanta 4️⃣0️⃣ absolvierten wir zunächst auf der Suche nach unserem Übernachtungsplatz eine der Navi-geführten, ungeliebten Alstadttouren mit Herrn Geheimrat.

Auch die Buchung der Parkgebühr mit der ausschließlich in rumänischer Sprache gehaltenen App, bei der sogar unser Übersetzungstool versagt hat, war eine Herausforderung, die wir mit Erfolg gemeistert haben.

Dann war es aber höchste Zeit für eine kleine Erfrischung.

Endlich konnten wir das Schwarze Meer sehen und Überraschung! Es war gar nicht Schwarz!

So erfrischt haben wir uns auf einen kleine Besichtigungstour von Constanța, deutsch Konstanza oder Konstanz gemacht.


Der Halt bei unserer ersten Station war ein echter Glücksfall: eine rumänische Hochzeit in einer orthodoxen Kirche.




Hier sind die unterschiedlichen Glaubensrichtungen dicht beieinander: nur wenige Meter weiter steht die Moschee. Kaum zu glauben, aber gegen ein kleines Eintrittsgeld konnten wir, als „Ungläubige“ auch diese besichtigen.


Der Rest der „Altstadt“ war leicht abzulaufen und bestand meist aus netten Lokalen, die allerdings am Nachmittag noch nicht allzu gut besucht waren.





Constanța wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. von Griechen gegründet, eine später römische Stadt (Tomi), in der auch der aus Rom verbannte Dichter Ovid ab 8 n. Chr. lebte und um das Jahr 17 starb.

Zeitweise stand sie unter dakischer, skythischer und keltischer Herrschaft. Unter dem römischen Kaiser Konstantin I. wurde die Stadt zu Ehren seiner Schwester in Constantiana umbenannt und war eine wichtige Metropole. Später teilte die Stadt das Schicksal der römischen Balkanprovinzen.
Das sehenswerte Casino Constanța (Cazinoul) wurde 1910 errichtet, 1986 renoviert und steht heute unter Denkmalschutz. Nach 1990 verfiel das Gebäude und nach langem Hin-und-her und zahlreichen Anläufen gibt es seit Dezember 2019 einen Instandsetzungs- und Sanierungsvertrag, dessen auf 27 Monate veranschlagte Arbeiten am 15. Januar 2020 begannen.

Für uns ist auf der Sommertour 2024 heute der letzte Tag in Rumänien, denn morgen wollen wir die Grenze nach Bulgarien überschreiten. Da wird es wohl mit der kyrillischen Schrift noch ein wenig spannender!
