Reiseerinnerung: Ein weiterer Besuch bei den großen Maschinen – Les Machines de l’Île
Manchmal muss man Dinge mehrfach sehen, um sie wirklich zu begreifen. Unser Besuch bei Les Machines de l’Île gehört eindeutig in diese Kategorie. Es ist einer von mehreren Abstechern – und doch fühlt es sich jedes Mal wieder wie eine kleine Premiere an.
Schon beim Näherkommen wissen wir: Gleich wird es laut schnaufen, zischen, knarren. Und dann steht er da – der Große Elefant. Majestätisch, aus Holz und Stahl, und trotzdem lebendig. Wenn er sich in Bewegung setzt, vibriert der Boden leicht, als würde Nantes selbst kurz den Atem anhalten. Für die Besatzung von Herrn Geheimrat ist klar: Das ist keine Maschine, das ist ein Charakter.
Staunen mit jedem Schritt
Wir begleiten den Elefanten ein Stück über das Gelände, hören das rhythmische Arbeiten der Mechanik, sehen die Zahnräder, Hebel und Kolben. Alles liegt offen, nichts wird versteckt. Genau das macht den Reiz aus: Technik, die man sehen, hören und fühlen kann.
Kinder winken, Erwachsene zücken ihre Kameras – und wir stehen mittendrin und grinsen wie beim ersten Besuch.
In der Galerie der Maschinen verlieren wir erneut jedes Zeitgefühl. Spinnen, Vögel, Meereswesen – alles wirkt, als könne es jeden Moment zum Leben erwachen. Manche Maschinen dürfen bewegt werden, andere bestaunt man ehrfürchtig aus der Nähe. Jedes Detail erzählt von Fantasie, Ingenieurskunst und einer gehörigen Portion Verrücktheit.
Ein Ort, der nie gleich bleibt
Was diese wiederholten Besuche so besonders macht: Man entdeckt immer etwas Neues. Eine Bewegung, die man zuvor übersehen hat. Ein Geräusch, das plötzlich Sinn ergibt. Oder einfach die Erkenntnis, dass hier Kunst und Technik auf eine Art verschmelzen, die man so kein zweites Mal findet.
Für Herrn Geheimrat und seine Besatzung sind Les Machines de l’Île längst mehr als ein Ausflugsziel. Sie sind ein Pflichttermin, ein Ort zum Innehalten – und zum Staunen. Und wir wissen jetzt schon: Beim nächsten Besuch werden wir wieder dort stehen, wenn sich Zahnräder drehen und der Elefant seinen ersten Schritt macht.