Jahresrückblick 2023

Ein aufregendes Jahr neigt sich dem Ende zu: Mexiko, USA Südstaaten, Florida, Ostküste, Kanada, Neufundland, Verschiffung, Reisepause, Herbstreise durch Frankreich und Spanien, jetzt Überwinterung in Andalusien.

Anfang Februar sind wir von unserem Winterquartier auf der Baja California in der der Nähe von La Paz (Mexiko) aufgebrochen und haben uns auf den Weg Richtung US-amerikanische Grenze gemacht.

Auf diesem Weg hatten wir in Guerrero Negro eine der schönsten und beeindruckendsten Tierbegegnungen unseres Lebens: wir einem der größten Meerestiere so nahe gekommen, dass wir sie berühren konnten. Die Grauwalkühe, die hier ihre Jungen zur Welt bringen und die erste Zeit aufziehen, kamen dicht an das kleine Boot. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass uns die stolzen Mütter ihren Nachwuchs zeigen wollten. Die bis zu 15 Meter langen Meeressäuger haben uns sogar erlaubt, ihre warme, weiche Haut zu berühren. Ein unvergessliches Erlebnis.

Weiter ging es dann über die gute bewachte Grenze in die USA, wo wir dann im März ein Besuchsrunde bei Freunden in Texas auf der Agenda hatten. In Fort Worth, einem ehemaligen Viehhandelsplatz haben wir dann die Gelegenheit genutzt und an einem Rodeo der Professional Bull Rider teilgenommen.

Von den mit beeindruckend langen Hörnern ausgestatteten Longhorn Rindern sind wir zum Nasa Kontrollzentrum nach Houston gefahren. Um Lyndon B. Johnson Space Center haben wir eine Menge über die amerikanische Raumfahrt gelernt und konnten jede Menge Originalraketen bewundern.

In New Orleans, der Wiege des Jazz hat unsere „kleine“ Musikreise durch die Südstaaten begonnen.

Dort haben wir die Golfküste verlassen und eine Schleife durch das Landesinnere über Memphis, der Heimat des Blues und nicht zu vergessen des großen Elvis Presley gefahren.

Auch Nashville, das für jeden Countrymusik Fan ein Begriff ist, stand auf dem Programm.

Nicht zuletzt haben wir in der Nähe des Geburtsortes von Tina Turner noch ein kleines, ihr gewidmetes Museum besucht.

In Florida sind wir Mitte April im Sommer angekommen. Wenn man hier nachts beim unvorsichtigen Nachbarn laute Geräusche von Gegenständen hört, die umgeworfen werden, dann kann das ein Schwarzbär auf Nahrungssuche sein.
Ja, in Florida gibt es die „schwarzen Teddies“ und wer seine Lebensmittel nicht ordentlich verstaut, kann einen nicht ungefährlichen Besuch bekommen.

Für uns war es eine Herzensangelegenheit mit dem eigenen Wohnmobil die 290 Kilometer nach Key West zu fahren und die Fahrt über das Meer wird ein unvergessliches Erlebnis bleiben.

Vom südlichsten Punkt Richtung Norden lag es nahe das Kennedy Space Center in Florida zu besuchen. Um es kurz zu machen: wer die Gelegenheit sich das anzuschauen, wird nicht enttäuscht werden.

Natürlich stand erneut ein Besuch der Hauptstadt auf dem Programm. Washington bietet mit seinen tollen Museen an der Mall wirklich für jedes Interessensgebiet etwas und auch dieses Mal durften Fotos vor dem Capitol und dem Weißen Haus nicht fehlen.

Nach dem Besuch von Washington haben wir dann die Pazifikküste verlassen und sind bis an die kanadische Grenze gefahren, um uns die beeindruckenden Niagarafälle anzuschauen.

Die Neuenglandstaaten haben auf uns landschaftlich und architektonisch einen sehr vertrauten Eindruck gemacht. Auch wenn das Wetter etwas kühler und regnerischer war, haben wir die Reise durch diese Bundesstaaten genossen.

Nachdem wir am 10.Juni zum letzten Mal auf dieser Reise die USA verlassen und erneut kanadischen Boden betreten hatten , begann die letzte Etappe unseres einjährigen Abenteuers in Nordamerika.

Dort haben wir eine kleine Neufundland Tour gestartet und hatten bei der Bootstour in Twillingate die Gelegenheit die riesigen Eisberge, die von Grönland in Richtung Neufundland getrieben werden zu beobachten.

In Halifax (Kanada) konnten wir Herrn Geheimrat „verschiffungsbereit“ machen. Schweren Herzens haben wir unser rollendes Zuhause nach den Zollformalitäten dann am letzten Junitag in die Hände der Reederei gegeben.

In Deutschland war unser Kalender gut gefüllt und natürlich standen an erster Stelle das Wiedersehen mit Familie und Freunden, aber auch andere Dinge wollten erledigt werden.

Nachdem die lang Liste abgearbeitet war, haben wir uns Ende September auf die Anreise zu unserem Überwinterungsquartier in Torrox (Andalusien) aufgemacht. Die Route hat uns quer durch Frankreich, über Nordspanien und dann durch Spanien ans Mittelmeer geführt. 35 Tage und ca. 3.500 Kilometer waren wir unterwegs um Neues zu entdecken und Bekanntes wiederzusehen.

Wie geplant sind wir am 1.November in Torrox (Andalusien) in unserem Winterquartier MiluCar angekommen und haben vom Reisemobil- in den Wohnmobil-Modus umgeschaltet. Hier haben wir die letzten zwei Monate des Jahres in angenehmer Gesellschaft von Freunden und Bekannten, in strahlendem Sonnenschein, in einer tollen Umgebung mit Blick auf das Meer verbracht.

Um es mit Mark Twain zu sagen:

Zum Schluss noch ein paar Zahlen:

  • wir sind in diesem Jahr circa 30.000 Kilometer mit Herrn Geheimrat gefahren
  • haben genau 300 Tage im Reisemobil übernachtet
  • waren mit unserem Carthago 9.989 Kilometer in Cabo San Lucas (Mexiko) am weitesten von unserem Heimatort entfernt
  • 31 von 50 US-Bundesstaaten durchfahren

Kleine Probleme, die auftreten, gehören zum abenteuerlichen Leben und Gottseidank sind wir gesund und hoffen auf noch viele schöne Jahre wie 2023.

Wir wünschen unserer Familie, unseren Freunden und Bekannten und allen die uns kennen ein gutes Neues Jahr, Gesundheit und Glück und freuen uns auf ein weiteres spannendes Jahr.

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