Frühjahrstour 2026: Tag 14: Alcazaba

Ich hatte ganz vergessen zu berichten, dass wir mit dem Grenzübertritt nach Spanien wieder in der „Echtzeit“ gelandet sind.

Meine Bilder, die ich gestern Abend von der beleuchteten Brücke gemacht habe, sind nicht so ganz toll geworden.

Da es nicht nur heute Nacht, sondern auch am Vormittag ziemlich stark geregnet hat, haben wir es gemütlich angehen lassen, zumal nur die Besichtigung der Alcazaba auf dem Programm stand.

Alcazaba von Badajoz

Die Alcazaba von Badajoz ist eine maurische Festung auf einem Hügel über der spanischen Stadt Badajoz. Sie wurde im 9. Jahrhundert erbaut und gilt als eine der größten und bedeutendsten islamischen Zitadellen auf der Iberischen Halbinsel.

Wichtige Fakten

  • Erbaut: 9. Jahrhundert (unter Ibn Marwan)
  • Baustil: Islamisch (almohadisch), später christlich überformt
  • Aktuelle Nutzung: Historisches Denkmal, archäologische Stätte, Museum
  • Schutzstatus: Kulturgut (Bien de Interés Cultural, seit 1931)

Historischer Hintergrund

Die Alcazaba entstand um 875 n. Chr. unter dem arabischen Rebellenführer Ibn Marwan al-Jilliqi, der Badajoz als unabhängige Enklave gründete. Unter der Herrschaft der Almohaden wurde sie im 12. Jahrhundert massiv erweitert und mit charakteristischen Befestigungen versehen. Nach der christlichen Rückeroberung 1230 blieb die Festung militärisch bedeutsam und wurde an die neuen Verteidigungsbedürfnisse angepasst.

Architektur und Aufbau

Die Anlage umfasst rund 8 Hektar mit dicken Lehmziegelmauern, Wehrtürmen und Toren. Besonders markant ist der achteckige Torre de Espantaperros, ein Wahrzeichen Badajoz’. Innerhalb der Mauern befinden sich die Ruinen des ehemaligen arabischen Palastes, Wasserzisternen und später errichtete christliche Bauwerke, darunter der Palast der Herzöge von Roca, der heute das Archäologische Provinzmuseum beherbergt.

Bedeutung und Erhaltung

Die Alcazaba symbolisiert den strategischen und kulturellen Austausch zwischen islamischer und christlicher Welt im mittelalterlichen Spanien. Sie bietet heute einen Panoramablick über die Stadt und den Fluss Guadiana und ist ein zentraler Bestandteil des historischen Erbes von Badajoz. Umfangreiche Restaurierungen haben ihre Mauern und Türme gesichert und die Anlage für Besucher zugänglich gemacht.


Trotz des trüben Wetters sind wir noch durch die Altstadt gebummelt. Viele leere Läden zeugen wohl vom Wandel. Aber eine ganze Reihe schön renovierter Häuser machen den Spaziergang lohnenswert.