Heute hatte der Wettergott ein Einsehen und wir konnten endlich den Rollerausflug nach Bergerac machen, aber zunächst ein kleiner Rückblick zum gestrigen „Abendessen“.
La Tour des Vents verfügt immerhin über einen Michelin Stern. Das hat für mich zunächst nicht viel zu sagen, aber um es vorwegzunehmen: es war eines der besten Essen, die ich gegessen habe.
Der Blick über das Tal der Dordogne wäre bestimmt schön gewesen, wenn nicht Nebel und Wolken die Sicht eingeschränkt hätten. Dafür konnte sich der Service uneingeschränkt auf uns konzentrieren, da außer uns vieren nur noch zwei Gäste zu bedienen waren. Der aufmerksame Kellner hat uns für die fehlende Aussicht hinlänglich entschädigt.
Wir haben dreimal das „kleine“ und eine bestimmte Person das „große“ Menü gewählt.




Aber jetzt lasse ich nur noch Bilder sprechen.










Fazit: ein gelungener Abend mit lieben Freunden und fantastischem Essen.
Aber zurück zum heutigen Tag.
Gemeinsam mit Eveline und Kurt sind wir bei schönstem Wetter nach Bergerac gerollert und haben uns zunächst auf eine gemütliche Bootsfahrt mit einer Gabarre auf der Dordogne begeben.








Nach einer kleinen Erfrischung war eine „Zugfahrt“ angesagt, bei der wir die interessanten Punkte der geschichtsträchtigen Stadt zu sehen bekommen haben.














Die Suche nach einem Snack war leider erfolglos. Das Timing war nicht den französischen Essgewohnheiten entsprechend und so sind wir lieber nachhause gerollert.
Das Wetter war so toll, dass wir nicht nur unseren Hunger vor den Mobilen stillen, sondern auch noch den Abend bei einem Gläschen ausklingen lassen konnten.

Die Stadt Bergerac rühmt sich mit Cyrano de Bergerac, aber damit hat er eigentlich nichts zu tun; der Name stammt von einem Gut seiner Familie bei Paris.
Er war ein realer französischer Schriftsteller und Soldat (1619–1655), bekannt für seinen Witz, seine Phantasie und seine markante Nase.
Berühmt wurde er aber erst durch Edmond Rostands Theaterstück von 1897, das ihn zum romantischen Helden machte – Dichter, Fechter, unglücklich verliebt in Roxane.
Cyrano liebt Roxane seit seiner Jugend – tief, leidenschaftlich, aber heimlich.
Er glaubt, wegen seiner großen Nase niemals von ihr geliebt werden zu können.
Roxane verliebt sich stattdessen in Christian, einen schönen, aber sprachlich unbeholfenen jungen Mann.
Cyrano hilft ihm – aus Liebe zu Roxane – und schreibt alle Liebesbriefe für Christian.
Roxane verliebt sich in die Worte, ohne zu wissen, dass sie eigentlich Cyranos Herz gehören.
Christian stirbt im Krieg, und Cyrano bewahrt das Geheimnis viele Jahre.
Erst kurz vor seinem eigenen Tod erkennt Roxane, dass Cyrano der wahre Autor der Briefe war – und dass er sie immer geliebt hat.
Bei Roxanne fällt mir ein toller Song von Sting ein.