Was für ein merkwürdiges Abschiedsgefühl, das eigentlich nur durch zwei Dinge etwas abgemildert wurde: erstens die Vorfreude auf die Erlebnisse der bevorstehenden Tour und die Hoffnung Mitte Oktober alle MiluCarianer gesund wiederzusehen.
Der Abschied wurde uns von einer kleinen Delfin Show versüßt. Die Kopfkamera hat wesentlich bessere Bilder, als meine unzureichenden Fotografiekenntnisse geliefert.


Der erste Weg hat uns heute zunächst zur Waschanlage in Nerja geführt, wir wir uns bemüht haben, den Kalimastaub von Herrn Geheimrat abzuspülen.


Nach dieser Wellness Behandlung ging es dann auf die Piste Richtung Gibraltar. Erstaunlich wie problemlos für uns das Umschalten von Wohnmobil- in den Reisemobil-Modus war.


Den Stellplatz im Hafen von La Línea de la Concepción haben wir schon mehrfach genutzt. Heute waren wir erstaunt, dass der Platz rappelvoll war, aber ein Plätzchen für Herrn Geheimrat haben wir trotzdem gefunden.
Das ist unheimlich nahe am Wasser und ich habe die Handbremse zweimal überprüft.




Da wir trotz der eineinhalb stündigen Reinigungsarbeiten frühzeitig angekommen sind (immerhin sind wir um 10:00 !!! in MiluCar gestartet), haben wir uns zu einem Ausflug in die britische Enklave entschlossen.
Unser letzter Besuch ist schon ein paar Jährchen (2017) her und damals hat noch der Personalausweis genügt. In der Zwischenzeit hat ja der Brexit stattgefunden und wir waren gespannt, wie der Grenzübergang jetzt läuft.




Überraschung! Der Personalausweis hat genügt.
Interessanterweise muss man ja die Start- und Landebahn überqueren. Wir hatten Glück und das Flugzeug war kurz vorher gelandet, sodass wir problemlos in die Stadt gelangen konnten.
Die unverschämten Affen und die Fahrt mit dr Seilbahn haben wir uns dieses Mal erspart.
Dafür gab es Fish&Chips und ein Guinness (im falschen Glas).


Der Bummel durch die very british Main Street war ein kleiner Ausflug in ein „fremdes Land“ und hat uns gut gefallen.




Nach den 10.800 Schritten waren wir froh uns noch ein wenig vor dem Reisemobil ausruhen zu können.
Am südlichen Rand Europas liegt Gibraltar – ein kleiner Felsen mit großer Geschichte. Seit der Eroberung durch Großbritannien im Spanischer Erbfolgekrieg und der Abtretung im Frieden von Utrecht ist es ein britisches Überseegebiet – sehr zum Missfallen Spaniens.
Mit dem Brexit wurde Gibraltar zur EU-Außengrenze. Für Pendler aus La Línea de la Concepción und die lokale Wirtschaft brachte das Unsicherheit, aber auch neue Verhandlungen über offene Grenzen.
Viele Spanier sehen Gibraltar weiterhin als „nicht abgeschlossenes Kapitel“ und erheben Anspruch darauf. Die Einwohner selbst fühlen sich jedoch überwiegend britisch – und setzen im Alltag auf pragmatische Zusammenarbeit statt politische Konflikte.