Frühjahrstour 2026: Tag 26: in der französischen Hauptstadt angekommen

Die Etappe von Toury nach Paris ist zwar mit 125 Kilometern nicht lang, aber sie hat es in sich – vor allem, wenn man sie im Wohnmobil unterwegs erlebt und sich langsam der Metropole nähert.

Am späten Vormittag verlassen wir den kleinen Ort Toury noch recht entspannt. Die Straßen sind leer, die Felder rund um die Beauce liegen flach und weit vor uns. Es ist diese typische französische Landschaft, die erst unscheinbar wirkt, aber mit ihrer Weite und Ruhe genau den richtigen Gegenpol zur kommenden Großstadt bildet.

Herr Geheimrat rollt gemütlich Richtung Norden. Der Verkehr nimmt langsam zu, die ersten Pendler tauchen auf, und man merkt: Paris rückt näher.

Bevor es in die Metropole geht, planen wir einen praktischen Zwischenstopp – und der ist fast schon Pflichtprogramm für Wohnmobilreisende: Wäsche waschen und Vorräte auffüllen.

Dafür steuern wir einen E.Leclerc Supermarkt an. Viele dieser großen Märkte sind perfekt für Reisemobile ausgestattet: große Parkplätze, Tankstellen, oft sogar Waschräume und manchmal Waschmaschinen und Trockner.

Während die Waschmaschine arbeitet, wird eingekauft. Frisches Baguette, Obst, ein bisschen Käse – und natürlich alles, was man für die nächsten Tage in Paris gebrauchen kann. Den Hummer lassen wir dieses Mal mit seinen Brüdern im Bassin. Es ist dieser ganz normale Reisealltag.

Nach dem Zwischenstopp verändert sich die Stimmung spürbar. Der Verkehr wird dichter, die Straßen mehrspurig, und irgendwann tauchen sie am Horizont auf: die ersten Vororte von Paris.

Unser Navi führt uns durch Versailles, das allerdings erst am Donnerstag auf dem Programm steht. Aber ein paar kleine Blicke konnten wir schon auf die Sehenswürdigkeit werfen.

Die Fahrt ins Zentrum ist kein reines Vergnügen mehr – eher ein konzentriertes Manövrieren durch Verkehr, Kreisverkehre und Vorstadtdichte. Aber es ist ganz gut gelaufen, da der meiste Feierabendverkehr in die Gegenrichtung unterwegs war.

Je näher wir der Stadt kommen, desto mehr verändert sich alles: Architektur, Geräuschkulisse, Tempo. Paris empfängt einen nicht laut, schließlich liegt unser Übernachtungsplatz in einem grünen Außenbezirk direkt an der Seine.

Diese Ankunft im Wohnmobil ihren eigenen Charme. Denn man bringt sein kleines Zuhause einfach mit in diese riesige Stadt.

Wir haben uns für drei Tage auf dem Camping Sandaya Paris Maisons Laffitte eingemietet und sind gespannt auf die nächsten Tage, auf die wir uns schon lange freuen.