Es gibt Tage, an denen fragt man sich ernsthaft, ob man sich nicht einfach wieder ins Wohnmobil setzen und losfahren sollte. Heute war wieder so ein Tag.
Unsere Terminvereinbarung mit der Porsche-Werkstatt läuft und wir hoffen auf eine Fertigstellung Ende dieser Woche. Ein versprochener Rückruf? Fehlanzeige.
Und als wäre das noch nicht genug, warten wir weiterhin auf eine Reaktion wegen der Reparatur unseres Hubbetts. Auch hier herrscht das große Schweigen. Offenbar sind unsere Nachrichten irgendwo im Bermuda-Dreieck verschwunden.
Langsam entwickelt sich das Warten zu einer eigenen Freizeitbeschäftigung.
Früher hätte ich mich wahrscheinlich deutlich mehr darüber geärgert. Inzwischen sehe ich es etwas gelassener. Auf unseren Reisen haben wir gelernt, dass sich viele Dinge einfach nicht beschleunigen lassen. Ob Grenzübergänge, Fähren, Werkstätten oder Behörden – manchmal hilft nur Geduld. Auch wenn sie heute wieder einmal auf eine harte Probe gestellt wurde.
Und so endet dieser Tag ohne große Ereignisse, aber mit der Erkenntnis, dass Zuverlässigkeit leider immer mehr zu einer seltenen Eigenschaft wird. Vielleicht klingelt morgen das Telefon. Vielleicht kommt eine Antwort auf unsere E-Mail.
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Bis dahin machen wir das, was wir auf unseren Reisen ebenfalls gelernt haben: einen Kaffee kochen, tief durchatmen und, obwohl das eigentlich nicht unbedingt unser Ding ist, den nächsten Tag abwarten. Irgendwann wird sich schon wieder etwas bewegen – hoffentlich nicht erst, wenn wir längst wieder in Richtung Spanien unterwegs sind.
