Tag 60 – Ännchen, Geist und Drache

Heute hat sich wieder gezeigt, das es eine gute Entscheidung war, Herrn Schiller als Beiboot mitzunehmen.

Wir hätten auch mit dem Bus, dessen Haltestelle ca. 10min vom Platz entfernt war fahren können, aber bei diesen sommerlichen Temperaturen war die ca. 10km Fahrt in die Innenstadt ein reines Vergnügen.

Weniger vergnüglich war das Kopfsteinpflaster, das unsere Knochen und die Federung des Rollers sehr strapaziert hat.

Deshalb haben wir schnell einen Stellplatz für unser Zweirad gesucht und haben uns zu Fuß zum Theaterplatz aufgemacht um das Ännchen von Tharau zu sehen.

Wahrscheinlich lag es daran, dass zuwenig Touristen in der Stadt waren, dass wir nicht, wie häufig beschrieben ein Ständchen des bekannten Liedes gespielt bekommen haben.

Wir haben dann noch den gruseligen Wassergeist gesucht, der vor einer Not gewarnt haben soll.

Es wurde erzählt, dass der Wächter der Memelburg Hans von Heide aus dem Ditmarsch Land im Jahre 1595 plötzlich ein Gespenst sah… Dieser mystische Gast warnte den Wächter, dass die Stadt an „Getreide und Holz“ Mangel wird, und war danach sofort wieder im Nebel verschwunden…

Beim Bummel durch das doch recht beschauliche Klaipeda ist dann auch noch in einer Seitenstraße der Drache, der mit der Gründungsgeschichte der Stadt zu tun hat aufgefallen.

 Der Legende nach suchten zwei Brüder nach einem Platz für die Stadt Klaipeda. Sie trennten sich und suchten auf unterschiedlichen Wegen, dabei verschwand einer von ihnen. Sein Bruder fand nur noch Spuren, die einem Drachenfuß gleichten. An dieser Stelle entstand später,  zum Andenken an den verschollenen Bruder, die Stadt Klaipeda. „Der Drache“ soll daran erinnern.

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