Tag 58: Nostalgietour zur Zitrone

Heute hieß es pünktlich sein, denn das Boot wartet nicht.

Bei bestem Ausflugwetter schipperten wir über Lazise, Bardolino, Garda, Torri und Brenzone nach Malcesine.

Dort mussten wir, um das Seeufer zu wechseln in ein anderes Boot umsteigen.

Das Tagesziel Limone ist eigentlich auch ein „Nostalgieziel“. Hier haben wir im September 2004 unseren ersten Gardasee Urlaub verbracht (Nostalgie Bilder gibt es hier).

Seitdem versuchen wir immer, wenn wir am Gardasee sind dieses bezaubernde Zitronenstädtchen zu besuchen.

Allzu lange Zeit hatten wir dieses Mal nicht, denn der Fahrplan ist immernoch eingeschränkt und für die Rückfahrt waren 4 Stunden einzuplanen.

Die wurden dann zu einem kleinen Abenteuer.

Die Strecke führte zunächst nach Malcesine zurück, dann nach Brenzone, Gargagno, Maderno und Gardone, wo wir schon eine dunkle Wand von Norden kommend sahen und die Wellen auf dem sonst so ruhigen See weiße Schaumkronen hatten.

Das wäre ja nichts besonderes gewesen, wenn unser Dampfer nicht eine Fähre gewesen wäre, die etwas wind- und wellenempfindlich war.

Als uns dann bei der Anfahrt auf Salo die kleine Sturmfront traf und die Wellen richtig hoch wurden, drehte der Kapitän das dreistöckige „Dickschiff“ mit der Nase in den Wind und verschob das Anlegemanöver bis sich die Situation etwas beruhigt hatte.

Der nächste Halt in Portese wurde zur Freude einiger Passagiere abgesagt und vorsichtig tastete sich der Kapitän um den richtigen Winkel zu den immernoch hohen Wellen auf die Ostseite des Sees.

Auf dem Rest der Fahrt über Garda, Bardolino und Lazise nach Peschiera beruhige sich der See und es sah so aus, als wäre nichts gewesen. Zur Belohnung bekamen wir noch einen tollen Sonnenuntergang.

Es hat sich wieder einmal gezeigt: wer eine Reise tut…

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