Tag 54: Josephine Baker

Wir haben bis zum heutigen Tag nicht viel von Josephine Baket gewusst. Sicher sind und einmal Bilder mit dem Bananenröckchen begegnet und irgendetwas war mit vielen adoptierten Kindern.

Aber jetzt sind wir nur wenige Kilometer von ihrem Lebenstraum, dem Château Milandes entfernt und wir haben mehrere Tippgeber, die uns geraten haben dieses Schloß zu besuchen. Besonders bedanken möchten wir uns bei Sabrina und Alex, aber auch in den Bruno Krimis von Martin Walker tauchen Star und Schloß auf.

Zur Einstimmung, für alle, denen Josephine Baker (noch) nichts sagt habe ich ein spätes Video ausgesucht.

Black Pearl, Ebenholz-Venus und Jazz Cleopatra: So wurde Josephine Baker einst genannt. Frankreich war für die afroamerikanische Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin ein ganz besonderer Ort. In Paris explodierte ihre Karriere. In der Dordogne machte sie ihr Schloss zum Weltdorf ihrer Regenbogenfamilie.

1938 mietete sie zunächst das Château des Milandes in Castelnaud-la-Chapelle. 1947 kaufte sie es – und heiratete noch im selben Jahr den damals berühmten Dirigenten Jo Bouillon in der Schlosskapelle.

Von ihren vielen Reisen brachte sie verlassene Kinder zurück. Mit ihrem vierten Ehemann, dem Dirigenten Jo Bouillon, adoptierte sie insgesamt zwölf Kinder verschiedener Rassen und Nationalitäten. Mit dieser Regenbogenfamilie lebte sie auf dem Schloss.

1939 schloss sich Josephine Baker der Résistance an. Sie übergab als Kurier Dokumente, machte den Pilotenschein, arbeitete für den französischen Geheimdienst und sang, obwohl sie sehr krank war, für die in Nordafrika stationierten Soldaten.

Geld zerfloss in ihren Händen. Ihr verschwenderischer Lebensstil, verbunden mit einer grenzenlosen Großzügigkeit, ließen die Schulden ins Unermessliche steigen. Sie war bettelarm. 1968 wurde ihr Schloss zwangsversteigert und für einen Hungerlohn verkauft, während Josephine auf Tournee war.

Am 12. April 1975 starb Josephine Baker an den Folgen einer Hirnblutung in Paris.

Doch ihr Geist lebt weiter – auch in Milandes. Seit 2001 ist Angélique de Labarre die Schlossherrin – und inszeniert Leben und Werk der Künstlerin in einem Museum. Seine Räume sind noch originalgetreu aus der Zeit von Josephine Baker erhalten – samt Art-Déco-Bad in Rot und Schwarz.

Am Schloss gibt es mehrmals täglich eine Vogelflug Show, die sich besonders durch verschiedene Eulenarten auszeichnet.

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