Tag 62: Kanada ist ein Dorf

Nach einer ruhigen Nacht mit Bärenträumen haben wir in Steward zunächst Herrn Geheimrat gepampert.

Nachdem wir dann in einem typischen Grenz-Supermarkt ein paar Kleinigkeiten eingekauft und ungewöhnlicherweise Cash bezahlt haben, ist uns eine Gestalt aufgefallen, die um unser Fahrzeug herumging.

Ich hatte kurz vorher noch eine schräge Kneipe mit vier schweren Motorrädern fotografiert und mir nichts dabei gedacht.

Dann ein Blick und Wiedererkennung: Thomas aus Offenburg, der mit Frau und zwei Freunden eine 37-tägige Motorrad Tour macht. Wir hatten die vier auf einer Fährfahrt schon einmal getroffen und da gibt es sogar eine Verbindung zu unserer Werkstatt in Offenburg. Die Welt ist klein und nach einem netten Plausch haben wir uns auf den Rückweg an den Meziadin Lake gemacht.

Und Klick, wir haben es wieder getan!

Am Bear Glacier sind wir nicht ohne Stopp und ein paar Fotos vorbeikommen.

Unser Übernachtungsplatz auf dem Meziadin Lake Provincial Park hat uns so gut gefallen, dass wir nach unserem Abstecher nach Steward/Hyder und dem Bärenabenteuer in dem kleinen Fleckchen von Alaska dort gerne wieder einen Stopp einlegen.

Der Ranger, der 22 CAN$ kassiert hat uns erzählt, dass am Morgen eine Grizzly Dame über den campground spaziert sei. Da wir immernoch kein Bärenspray haben und unser Vertrauen in das Bärenglöckchen nicht besonders groß ist, werden wir mal die Augen und Ohren offen halten.

In der Dämmerung kam dann tatsächlich wenige Meter von unserem Platz ein Grizzlybär aus dem Gebüsch. Der war aber schwer zu fotografieren, denn die “vielen” Fotografen haben ihn wohl unsicher gemacht. Ich bin jedoch sicher, dass jeder Beobachter mehr Angst hatte, als der Bär haben müsste.

Bekanntermaßen haben wir hier keine Mobilfunkverbindung und das Signal des campground Wifi ist an unserem Platz zu schwach. Deshalb wird bei nächster Gelegenheit nachgeliefert.


Folge unserer Reise „Ein Jahr im Reisemobil durch Nordamerika 🇨🇦🇺🇸🇲🇽“ auf Polarsteps

Hier

%d Bloggern gefällt das: