Kanada Tour 2022 ist zu Ende…

Wir setzen heute am 9.09.2022 mit der Fähre von Victoria auf Vancouver Island nach den USA über.

Damit geht nach mehr als 1 1/2 Monaten und über 12.000km unsere Kanada Reise für 2022 zu Ende. Wir werden erst nächstes Jahr auf der Rückfahrt von der Ostküste der USA wieder kanadischen Boden betreten.

Nachdem wir in Tok den „Alaskakreis“ geschlossen hatten und über den Grenzübergang Beaver Creek wieder auf kanadischem Boden waren, haben wir einen lohnenswerten Abstecher nach Steward gemacht. Dort gibt es einen kleinen Zipfel Alaska, den man über einen winzigen Grenzübergang erreicht und der sonst keine Straßenverbindung zum restlichen Bundesstaat hat.

Endlich haben wir auch einen Grizzlybären aus der Nähe beim Lachsfang beobachten können und waren über die Größe und Geschicklichkeit dieses riesigen Tieres erstaunt.

Die Strecke Richtung Vancouver führte erneut durch mit Bergen, Gletschern und Seen beeindruckende Landschaften. Bei der Anfahrt auf Whistler, dem

Austragungsort der Winterolympiade 2010 wurde unser Reisemobil noch einmal gefordert und nach einem 14 Kilometer langen Abstieg mit bis zu 11% Gefälle mussten wir erst einmal eine Pause zur Abkühlung der Reifen einlegen.

Dafür hat uns der Abschnitt ab Whistler bis Vancouver auf dem „Sea to the sky“ Highway mit herrlichen Aussichtspunkten entschädigt.

Auf die vielgelobte Stadt Vancouver hatten wir uns schon sehr gefreut.

Nach all den Tagen in der “Wilderness” in Kanada und Alaska war es schon ein kleiner Kulturschock in so eine große Stadt zu kommen.

Der Bummel durch die Gegend am Hafen hat uns gut gefallen und schon hatten wir unser nächstes Ziel ins Auge gefasst.

Die Blocks zwischen Gastown und Chinatown haben uns aus der heilen, kanadischen Welt gerissen. Hunderte völlig verwahrloster Drogensüchtiger, die entweder apathisch in ihrem Dreck saßen, in aller Öffentlichkeit ihren Tauschgeschäften nachgingen (Armbanduhr gegen Drogen) oder sich in ihre aus allen möglichen Materialien auf dem Gehweg zusammengebauten Unterkünften verkrochen haben.

Ein einziges Elend!

Im Gespräch mit einem Kanadier pakistanischer Herkunft hat dieser ebenfalls seiner Hilflosigkeit zu dieser Situation Ausdruck verliehen.

Aus dem ganzen Land seien in den letzten Jahren Drogensüchtige und Obdachlose in das relativ milde Klima gekommen und die Stadt habe bisher kein Konzept zur Lösung dieses Problems gefunden.

Touristen versuche man von dieser Gegend aus Image Gründen fernzuhalten, was in unserem Fall nicht gelungen ist. Wir wissen schon, dass auch solche Dinge zum Reisen gehören, aber darauf waren wir nicht vorbereitet.

Wir sind dann relativ zügig mit der Fähre auf Vancouver Island übergesetzt. Die größte nordamerikanische Pazifikinsel ist für ihr mildes Klima bekannt. Hier haben wir die letzten „kanadischen Tage“ genossen.

Der nochmalige Versuch auf eine Bootstour Orcas zu sehen zu bekommen war erneut erfolglos. Auf dem Weg nach Ucluelet an der Westküste mussten wir durch die bisher abenteuerlichste Baustelle unserer Reise. War die Hinfahrt schon schwindelerregend, dann war der Rückweg eine große Herausforderung.

Wir hatten das Pech, dass wir den steilen Anstieg auf fast unbefestigter Fahrbahndecke hinter einem Pickup mit dem üblichen großen Motorboot auf dem Trailer gefahren sind.

Der blieb prompt an der steilsten Stelle hängen und obwohl ich genug Abstand gelassen habe, war der Schwung dahin und wir mussten anhalten.

Nachdem sich der Vordermann freigequält hatte, habe ich mit allen Tricks Herrn Geheimrat auf der rutschigen Steigung angefahren und als wir im flachen Teil der Strecke angekommen waren, hätten zwei Stoßseufzer beinahe eine Erdrutsch ausgelöst.

Jetzt stehen wir im wunderschönen Victoria, der Hauptstadt von British Columbia und warten auf unsere Fähre nach Port Angeles.

Von dort soll es über Seattle, einer Stadt, die ich mehrfach besuchen durfte und auf die wir uns sehr freuen zum Yellowstone Nationalpark gehen.

Wer die Bilder anschauen möchte, ist herzlich eingeladen sich diese auf den genannten Sozialen Medien anzuschauen und uns weiter auf unserer Reise zu begleiten.

Jetzt geht es in die USA!

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