Tag 88: Vier Präsidenten und ein verrücktes Pferd bei über 40°

Am Trading Post beim Ausgang des Nationalparks sind wir nicht vorbeigekommen.

Die Bedienung war etwas seltsam und die Sitzgelegenheiten gruselig, aber ein Andenken T-Shirt musste sein. Also demnächst auf den Bildern von mir auf mein Oberteil achten!Auf dem Weg zum Mount Rushmore haben wer erstens den nächsten Bundesstaat South Dakota und zweitens die 40° Grenze überschritten.

Der Mount Rushmore war für uns ein Muss, da wir als ausgemachte Deep Purple Fans natürlich einmal die Vorlage zum Cover eines der besten Alben sehen wollten.

Schon auf dem Weg zum Monument haben wir eine erste Überraschung erlebt: konnten wir doch mit dem Foto der Flagge von Guam unseren texanischen Freunden Brigitte und Tomas eine Freude machen.

Die vier in den Felsen modellierten Köpfe der Präsidenten der USA (Washington, Jefferson, Lincoln, und Th. Roosevelt) sind sehr imposant und ein großer Anziehungspunkt für viele Amerikaner.

Vom “weißen” Monument, das uns lediglich 5$ für Rentner reduzierte Parkgebühren gekostet hat, waren es nur 15 Meilen bis zum Crazy Horse Memorial zu Ehren des Oglala-Lakota-Indianers Crazy Horse, das ähnlich wie das Mount Rushmore National Memorial in einen Berg gehauen wird, jedoch um ein Vielfaches größer (werden soll).

Der Bildhauer Korczak Ziolkowski wurde 1939 vom damaligen Häuptling der Sioux Henry Standing Bear eingeladen, ein Indianer-Denkmal zu gestalten. Mit dem Bau wurde dann 1948 begonnen, wohl 10 Millionen Tonnen Granit wurden seitdem aus der Felswand gesprengt. Trotzdem ist bisher seit 1998 nur das Gesicht fertiggestellt. Ein Termin zur Fertigstellung ist bisher nicht absehbar, es werden aber rund weitere 100 Jahre veranschlagt.

Hier hat der Eintritt 30$ gekostet und für die Busfahrt mit einem redefreudigen Angehörigen der First Nation hatten wir noch einmal 8$ zu bezahlen.

Die kurze Busfahrt hat uns etwas näher an das grimmig aussehende Gesicht und Baustelle für das restliche Monument gebracht.

Der Apple Watch tragenden Fahrer hat dann einen ausgiebigen Vortrag über die unglückliche Geschichte seines Volkes gehalten. Dabei aber betont, dass sein Stamm aufgrund einer Gen-Analyse wirklich zu den ersten Bewohnern gehört und die anderen Stämme deshalb eher von geringerer Bedeutung seien.

Mit den weißen Bürgern habe er kein Problem. Das Problem sei die Regierung.

Christen, Moslems und Juden seien schon in Ordnung, aber leider wäre ihnen die Weisheit der Indianer nicht zugänglich.

Sollte ich, als Gast einen Landes eine Diskussion beginnen oder wie andere Amerikaner lieber im Bus auf das Ende der Predigt warten? Ich habe letzteres vorgezogen.

Nachdem der Bus wieder am Informationcenter angekommen war, haben wir dort noch einige Zeit verbracht.

Zu dem eigentlichen Mittelpunkt des Monuments:

Crazy Horse war ein Anführer der Oglala-Indianer. Er hob seine Waffe gegen die US-Regierung, da es zuvor zu Übergriffen auf dem Territorium sowie dessen Stammesmitglieder der Lakota kam. Seine bekanntesten Kämpfe gegen das US-Militär war die Schlacht der Hundert Erschlagenen am 21. Dezember 1866 und die Schlacht am Little Bighorn von 25. bis 26. Juni 1876. Am 8. Mai 1877 ergab sich Crazy Horse der Armee unter General George Crook in Fort Robinson in Nebraska. Er hatte eingesehen, dass sein Volk durch Kälte und Hunger geschwächt war und nicht mehr weiterkämpfen konnte. In Fort Robinson wurde er während eines Streits am 5. September 1877 vom Soldaten William Gentiles mit einem Bajonett in die Lunge und in die linke Niere gestochen. In der Nacht starb der Häuptling trotz sofortiger Hilfe durch den Armeearzt Valentine McGillycuddy.

Dann war es aber für uns Zeit sich in der Nähe einen Übernachtungsplatz zu suchen.



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Stand 19.09.2022

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