Tag 133: Salute Mexiko

Irgendwie hat es uns gejuckt…

Obwohl uns San Diego gut gefallen hat, haben wir uns beim Frühstück angeschaut und beschlossen: heute fahren wir nach Mexiko!

Von San Diego (115) bis zu dem kleinen Grenzübergang, den wir uns statt Tijiana ausgesucht haben waren es ungefähr 70 Kilometer.

Die Grenzkontrolle der Ausreise aus den USA hat praktisch nicht stattgefunden. Wir haben lediglich auf der Gegenfahrbahn der schmalen Straße einen aufwändigen Kontrollposten gesehen. Aber bis wir den dann wieder passieren ist noch eine Menge Zeit.

Erstaunlicherweise gab es bis kurz vor der Grenze kaum einen Hinweis.

Aber am Ortseingang von Tecate (116) dann der mexikanische Grenzübergang.

Völlig unspektakulär sind wir ohne Wartezeit durch eine Schranke gefahren und zur Seite gewunken worden. Ein überaus freundlicher Zollbeamter hat die Fahrzeugpapiere kontrolliert und dann kurz den Innenraum inspiziert. Ein Blick in den Kühlschrank, zwei Hängeschränke geöffnet und gefragt, ob wir Alkohol an Bord hätten. Das war es schon und auf die Frage, wie es weitergeht: wir können in der nächste Straße parken und dann wegen des Touristenvisum zurückkommen.

Da wir nicht vorhaben, die Baja California zu verlassen und mit dem Wohnmobil das mexikanische Festland zu besuchen, mussten wir das Fahrzeug nicht “importieren”.

Freundliche Zöllner haben uns dann den Weg in das Immigrationsbüro gewiesen. Dort musste der übliche Zettel mit den persönlichen Daten ausgefüllt werden. Dann ging es zu der Bank nebenan zur Bezahlung der Gebühr. Danach noch einmal ins Büro und das war es schon.

Kaum 30 Minuten, nachdem wir durch die Schranke gefahren sind, war alles erledigt.

Da haben wir schon andere Grenzübertritte erlebt (Stichwort Sankt Petersburg).

Aber halt! Da gab es noch etwas zu erledigen: ein paar Pesos haben wir noch am Geldausgabeautomaten gezogen und eine Prepaid SIM Karte gekauft, da unser bisheriges Verfahren in Mexiko nicht funktioniert.

Dabei haben wir in Tecate schon einen ersten Mexiko Eindruck bekommen, der uns gut gefallen hat.

Bei der Weiterfahrt sind wir dann durch sehr armselige Wohnsituation gefahren, die das Elend dokumentieren, das natürlich hier herrscht.

Unsere Route ist die Routa de Vinos, die durch die größte Weinregion Mexikos führt.

Ja, wir konnten uns, bevor wir die Reise geplant haben auch nicht vorstellen, dass in Mexiko Wein angebaut wird.

So war es für uns klar, dass unsere erste Übernachtung auf einem Weingut eine gute Idee ist.

L.A.Cetto ist ein großes, wenn nicht das größte Weingut und wir haben eine hervorragende Rotweinprobe bekommen. Der junge Mann war sehr kompetent und ein Teil der Weine hat uns so gut geschmeckt, dass er uns ein relativ schweres Paket an Herrn Geheimrat tragen musste.

Hier kann man zwischen den Reben und unter Palmen mit dem Reisemobil stehen und für uns ging dann unser erster Mexiko Tag angenehm zu Ende.


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