Tag 244: washing day und fliegende Mäuse

Schon wieder war es Zeit einen Waschtag einzulegen. Auch in den USA ist das unproblematisch: einfach Coin Laundry in Google Maps eingeben und schon hatten wir in knapp 600m Entfernung E-Z-wash gefunden. Heute scheint wohl mexikanischer Waschtag gewesen zu sein, aber dank der unzähligen Waschmaschinen und Trockner in verschiedenen Größen war das kein Problem.

Die mit der Wäsche beauftragten Mexikaner hatten die Kids dabei, die verzweifelt versucht haben, die langweilige Wartezeit mit den ach so beliebten Dosengetränken zu verkürzen. Dazu braucht man allerdings eine gewisse Größe.

Eine große Anzahl Quarters (25 Centstücke) braucht man auch um die Maschinen in Gang zu bekommen. Bei 5$ für eine große Waschmaschine sind das immerhin 20 Münzen. Die kann man an einem Automaten wechseln und man kommt sich bei der Münzausgabe vor, als hätte man in Las Vegas die goldene Serie gewonnen.

Das Waschpulver gibt es ebenfalls am Automaten, der etwas antiquiert ist und man entweder die geschickten Hände eines Taschendiebs oder wie ich, ein Taschenmesser benötigt um die kleinen Schachteln aus dem Ausgabeschacht zu pulen.

Sehr aufmerksam habe ich darauf geachtet, ob einer der Männer einen Revolver trägt.

Das wäre in Texas nicht ungewöhnlich und an der Eingangstür zum Waschsalon habe ich kein Schild “No firearms” gesehen.

Nachdem die Wäsche gemacht war, haben wir uns Richtung texanischer Hauptstadt aufgemacht. Das muss sein!

Unsere V/E Versuche auf der Strecke sind kläglich gescheitert, aber wir werden zurechtkommen.

Wie so oft, ist es in großen Städten, wie Austin nicht so einfach einen stadtnahen Übernachtungsplatz zu finden.

Aber dieses Mal hatten wir den Hauptgewinn gezogen. Direkt am Colorado River haben wir den letzten und auch noch für uns passenden Parkplatz gefunden. Bis 24:00 mussten wir die Gebühr bezahlen und der Sonntag ist frei.

Von diesem Platz aus ist es ein ca. 20 minütiger schöner Spaziergang bis zu einer der Attraktionen von Austin, die ich noch von einer lange zurückliegenden Geschäftsreise kannte.

Austin ist die Heimat der größten Fledermaus-Kolonie in Nordamerika. Geschätzte 1.5 Million Mexikanische freetail Fledermäuse lungern unter der historischen Congress Avenue Bridge herum.

Neben ihrer bedeutenden Rolle für die Natur rund um Austin ergibt sich für Einheimische und Besucher allabendlich ein ganz besonderes Schauspiel, wenn die Fledermäuse sich bei Sonnenuntergang als Schwarm in die Lüfte erheben, um auf nächtliche Futtersuche zu gehen.Während dieser Zeit leisten die ‘Bats” der City of Austin einen großen Dienst indem sie ca. 4 Millionen Pfund Insekten vertilgen.

Im März ist zwar keine Hauptsaison, aber trotzdem haben sich viele Besucher eingefunden, um sich das Spektakel anzuschauen. Meine Fotos sind nicht besonders gut geworden und von Weitem sieht der Schwarm fast wie eine Rauchfahne aus. Dass das Ganze bis auf die “Oh” Rufe der Zuschauer lautlos stattfindet macht es etwas Unheimlich.

Bei lauem Wetter war der Spaziergang im Dunkeln zurück zu unserem Luxusplatz ein schöner Tagesabschluss.


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