Tag 44 – Soll man seine Wäsche fremden Leuten zeigen?

Gestern hat es sich schon abgezeichnet: die Sonne gewinnt die Oberhand und die Temperatur steigt.

Sofort hat die Besatzung von Herrn Geheimrat die Klamotten auf Sommer umgestellt.

Die vorletzte Etappe in Polen war als Zwischenstopp in Suwalki als „Wasching Dai“, wie die Neuseeländer zum Waschtag sagen geplant.

Auf dem wohl relativ neu angelegten Stellplatz waren wir da genau richtig. Sogar ein Wäschetrockner gehörte zur Ausstattung.

Nebengeschichte:

Der Honorarkonsul hat recherchiert, warum es in Polen relativ wenige bis gar keine öffentlichen Waschsalons gibt.

Dabei ist er auf einen interessanten Blog eines deutschen Studenten, der in Polen studiert hat gestoßen, der diesen Aspekt beleuchtet hat.

Seiner Meinung nach ist es so, dass man in Polen eine gewisse Scheu hat, seine Wäsche in der Öffentlichkeit, d.h. vor fremden Leuten zu zeigen.

Das sei, so sein Erklärungsversuch der Grund dafür, dass in der kleinsten Wohnung eine Waschmaschine zu finden sei und selbst im Studentenwohnheim genug Waschmöglichkeiten seien.

Deshalb seien so gut wie keine Waschsalons zu finden.

Ob das stimmt, wissen wir nicht, aber wir fanden, dass es eine schöne Geschichte ist.


Aber jetzt, nach dem Aufenthalt in Sulwaki, ist unsere Wäsche sauber und duftet frisch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: