Reisepause Tag 20 – Musikprogramm – Deep Purple

Spät (am 20.Tag), aber nicht zu spät kommen die Rockgiganten: Deep Purple.

Wir hatten (auch Dank unserer Original Hammond B3) einige Stücke im Programm und sie waren echte Idole.

Um so enttäuschter war ich bei einem Konzert in Ravensburg vor einigen Jahren.

Sound, Spielfreude und trotz massiver Unterstützung von Vocalizern nicht mehr ausreichende Gesang von Ian Gillan hat mich dazu bewogen, lieber die alten Aufnahmen zu genießen.

Auch bei Deep Purple ist es schwierig ein einziges Stück auszuwählen. Man müsste ganze Alben nehmen, aber ich habe mich für den Klassiker Smoke on the Water entschieden.

Die interessante Story zu diesem Titel habe ich unten angefügt.



Deep Purple ist eine im April 1968 gegründete englische Rockband. Mit ihrem Stil, der vom Klang der Hammond-Orgel, markanten Gitarrenriffs, Improvisation, treibender Rhythmusarbeit und markantem Gesang geprägt ist, zählt sie zu den ersten und einflussreichsten Vertretern des Hard Rock und des aufkeimenden Heavy Metal.

Deep Purple gehört mit über 130 Millionen verkauften Alben – nach manchen Schätzungen sind es 150 Millionen– zu den weltweit kommerziell erfolgreichsten Rockbands.


Smoke on the Water

Am 4. Dezember 1971 war Deep Purple in Montreux, um ein neues Album in einem mobilen Tonstudio, das sie von den Rolling Stones gemietet hatten, aufzunehmen. Sie bezogen Quartier in einem Gebäude, das zum Casino von Montreux gehörte (das „gambling house“, auf das der Text sich bezieht). An diesem Abend gaben Frank Zappa und The Mothers of Invention ein Konzert im Casino, während dessen ein Feuer ausbrach. Angeblich hatte ein Schweizer Fan mit einer Signalpistole an die Decke des Konzertsaals geschossen („some stupid with a flare gun“ heißt es im Text). Der gesamte Gebäudekomplex mitsamt dem Equipment der Mothers wurde zerstört. Der „Funky Claude“, der im Lied erwähnt wird, war Claude Nobs, der Direktor des Montreux Jazz Festivals, der den Besuchern half, sich vor dem Feuer zu retten („Funky Claude was running in and out/Pulling kids out the ground“). Der Titel des Songs, dessen Arbeitstitel ursprünglich Durh, Durh, Durh hieß, bezieht sich auf den Rauch, der sich über dem Genfersee ausbreitete und der von den Musikern von Deep Purple in ihrem Hotel beobachtet wurde.

Deep Purple hatte nun das teure Tonstudio, aber keinen Ort mehr, an dem sie ihre Aufnahmen machen konnten. Auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten fand Nobs für die Band das Theater The Pavilion. Nachdem Deep Purple mit den Aufnahmen begonnen hatte, beschwerten sich Nachbarn über den Lärm und die Polizei sorgte für eine Beendigung der Aufnahmen. Schließlich, nach einer Woche des Suchens, mietete die Band das fast leerstehende Montreux Grand Hotel, wo der Salon zum Aufnahmestudio umgewandelt wurde.Nahezu alle Aufnahmen für das erfolgreichste Deep-Purple-Album Machine Head erfolgten hier. Smoke on the Water war jedoch das einzige Lied, das nicht im Grand Hotel aufgenommen wurde; es wurde erst später vollendet, nachdem der Basic Track für den Song das einzige Ergebnis der abgebrochenen Pavillon-Aufnahmen war.


Alle Titel des Reisepausen-Musikprogramms gibt es auch als Spotify-Playlist.

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