Tag 47: Pici

Wie berichtet, hatte gestern der Reiserat beschlossen noch einmal zwei Tage auf dem Platz „La Buca Vecchia“ zu verbringen.

Da hat es sich angeboten, von Pienza aus die andere Richtung des Val d’Orcia zu erkunden.

Wir sind dann in San Quirico d’Orcia gelandet und haben das schöne Städtchen ausgiebig erlaufen.

Beim gestrigen Bericht hatte ich unterschlagen, dass wir einen interessanten Platz besichtigt haben, dessen Geschichte ich hier veröffentlichen will:

Parco dei Mulini,

Mühlenpark an der Panoramaterrasse, der von den Wassern der Therme gespeist wird. Am Steilhang des Orciatales befindet sich eine Kaskade aus vier teilweise in den Kalkstein gehauenen mittelalterlichen Horizontalrad-Wassermühlen. Dazwischen liegen jeweils Becken zum Auffangen und Zwischenspeichern des Wassers. Diese Mühlen waren für die lokale Wirtschaft sehr bedeutend, da sie im Gegensatz zu den anderen Wassermühlen der Region auch während der sommerlichen Trockenheit genügend Wasserzulauf hatten. Bauartbedingt konnten sie die vorhandene Wassermenge maximal ausnutzen. Die Mühlen wurden seit Mitte der 50er Jahre des 20. Jh. nicht mehr benutzt, verfielen und wurden von Kalkablagerungen überdeckt. Seit 1999 wurden die Ruinen wieder ausgegraben und zugänglich gemacht.

Gestern standen wir am oberen Rand der Panoramaterasse und konnten sehen, dass man auch irgendwie an den Fuß des Steilhangs kommen kann.

Diesen Zugang haben wir dann heute gesucht und die Kalkablagerungen sind wirklich beeindruckend.

Da es schon spät war, haben wir uns auf dem Rückweg in Pienza noch die typischen Toskana Nudeln, die Pici gegönnt und sind dann vorsichtig durch die laue Nacht zum Stellplatz „gerollert“.

PS. Die heutige Espressotasse poste ich ohne Kommentar

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