Reiseerinnerung: 2016 Myanmar und Thailand

Eines der wenigen Länder in Südostasien, das wir bisher ausgespart hatten, war Myanmar, das frühere Burma. Es ist ein südostasiatischer Staat mit Grenzen zu Indien, Bangladesch, China, Laos und Thailand, in dem mehr als 100 ethnische Volksgruppen leben. Zu den Sehenswürdigkeiten in der größten Stadt Yangon (ehemals Rangun) gehören quirlige Märkte, zahlreiche Parks und Seen sowie die große vergoldete Shwedagon-Pagode aus dem 6. Jh., die buddhistische Reliquien beherbergt.

Nach unserer, durchaus anstrengenden Rundreise sind wir wieder zur Erholung nach Thailand. Dort haben wir in Phuket ein paar erholsame Tage verbracht und sind dann mit dem Mietwagen in fünf Tagen nach Bangkok gefahren.

Vorab eine kleine Info zu unserem Reisegepäck für 5 Wochen:

Die Reise hat in der Hauptstadt Myanmar’s in Rangun begonnen, deren berühmte Shwegadon-Pagode eines der beeindruckendsten Bauwerke ist, die wir je sehen durften.

Warum wollten die Tempelbesucherinnen mit mir (übrigens selbstverständlich ohne Schuhe) fotografiert werden?

Die nächste Station war der Goldene Fels. Er ist eine der heiligsten buddhistischen Stätten in Myanmar.

Der Legende nach wird der Fels nur von zwei Haaren Buddhas im Gleichgewicht gehalten, sodass er nicht herunterfällt. Ein alter Eremit soll von Buddha selbst eine Haarreliquie geschenkt bekommen haben, die er immer in seinem Haarknoten aufbewahrte. Kurz vor seinem Tod wollte er für die Reliquie eine Pagode auf einem Felsblock bauen lassen, der exakt seinem Schädel gleiche. Mit Hilfe des Königs suchte er den Meeresgrund nach einem solchen Felsen ab. Als er ihn schließlich fand, brachte er ihn auf den Berg, wo er noch heute am Abgrund steht.

Die Art des Transports auf den Gipfel ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber definitiv ein Abenteuer. Die Reisenden werden auf die Ladefläche von kleinen Trucks gequetscht und dann geht es in rasanter Fahrt den Berg hinauf.

Insgesamt passen 48 Personen auf die Ladefläche und die Fahrt geht auch erst los, wenn der letzte Platz besetzt ist. Das kann je nach Uhrzeit und Saison auch schon mal eine halbe Stunde dauern.

Bequem ist die Fahrt definitiv nicht. Insgesamt dauert es etwa eine Stunde bis zum Gipfel.

Für Frauen ist der Zugang direkt zum Fels und das Anfassen leider verboten. Auch im Buddhismus ist nicht alles gold was glänzt.

Deshalb habe ich die Blattgold Blättchen am Felsen angebracht.

Blattgoldhämmerei. Schon von Weitem ist das rhythmische Klopfen der Hammerschläge deutlich zu hören. Vor Ort staunen wir dann, wie viel Kraft und Ausdauer in solch schmächtigen und kleinen Männern steckt. Die Goldschläger lassen den drei Kilogramm schweren Hammer zielsicher auf das eng geschichtete und in Hirschleder verpackte Gold aufprallen.

Sieht man das Gold auf unserer Stirn?

Schon von Weitem konnten wir unser nächstes Ziel, den Mount Popa sehen.

Das Pilgerdorf am Fuß des Mount Popa befindet sich nur 50 Kilometer südöstlich der beliebten Stadt Bagan. Es ist Teil der Myingyan Ebene in Zentralmyanmar, über welche es vom Vulkanhügel Taung Kalat eine einzigartige Aussicht gibt. Der Ort gilt als wichtige Wallfahrtsstätte des Buddhismus, da der Kult der Schutzgeisterverehrung seit vielen Jahrhunderten fest im Buddhismus verankert ist. Der Mount Popa selbst ist ein Berg von 1517 Metern Höhe und wird generell eher von den sportlichen Gästen bestiegen. Der 737 Meter hohe Vulkankegel Taung Kalat wird gelegentlich als Mount Popa bezeichnet, befindet sich jedoch etwas südwestlich vom eigentlich gemeinten Berg und ist die Hauptattraktion des Ortes.

Es sind 777 Stufen an der Zahl, die wir erklimmen mussten, um zur Tuyin Taung Pagode auf dem Gipfel des Taung Kalat zu gelangen. Die Treppen sind durchgängig überdacht und relativ steil. Da diese Stätte heilig ist, müssen die letzten zwei Drittel der Treppe barfuß zurückgelegt werden – ohne Schuhe und ohne Strümpfe. Begleitet wurden wir von unzähligen Makaken-Affen, die für die Gegend um den Mount Popa bekannt sind. Die Affen haben sich an die Besucher gewöhnt und fordern eine Fütterung teils aggressiv ein. Es empfiehlt sich daher, jegliche Lebensmittel nach dem Aufstieg zu verzehren, um keine unangenehmen Begegnungen zu haben.

Bagan ist eine historische Königsstadt in Myanmar mit über zweitausend erhaltenen Sakralgebäuden aus Ziegelstein. Der von Tempeln bestandene Bereich erstreckt sich über ca. 36 km² in einer versteppten Landschaft und bildet eine der größten archäologischen Stätten Südostasiens.

Eines der schönsten Highlights Myanmars war der Inle-See.

Schwimmende Dörfer, Märkte und Gärten – am Inle-See leben die Menschen von und mit dem Wasser.

Die Fischer des Inle-See treiben die Balancekunst zur Perfektion – Nicht ohne Grund werden Sie “Einbeinruderer” genannt. Die Fischer stehen auf nur einem Bein im hinteren Teil des Kanus. Das andere Bein wird zum Rudern benutzt, um die Hände zum Fischen frei zu haben.

Neben der Fischerei leben viele Seebewohner vom Obst- und Gemüseanbau. Auf dem fruchtbaren Schlamm am Boden des Sees gedeihen die Pflanzen besonders gut. Sie werden mit Bambusstangen, in Reihen, am Seeboden verankert.

Die schwimmenden Gärten werden vom Boot aus bewirtschaftet.

Unsere Unterkunft auf dem See und die Begrüßung und Verabschiedung war spektakulär.

Diese Blätter mit merkwürdigen Füllungen werden überall zubereitet und meist von den Männern gekaut. Man muss nicht alles probieren.

Unser Kochkurs war eher dominiert von der Frage, wie man mit einfachen Mitteln kocht. Aber wie immer haben wir gelernt.

Falls sich jemand überhaupt schon einmal mit Myanmar beschäftigt hat… die Vorstellung von weißen Stränden verbindet er damit wahrscheinlich nicht. Wir haben die Myanmar-Reise in Ngapali Beach ausklingen lassen und waren von dem was uns erwartete überrascht.

Mit dem Flieger ging es dann nach Bangkok und nach einem kurzen Aufenthalt weiter nach Phuket.

Installationen sind in Thailand eine besondere Herausforderung für für die Techniker und müssen gut überwacht werden.

In Phuket waren wir bei einem holländischen Vermieter gut untergebracht und hatten den Pool direkt vor der Nase.

Aber wie häufig, haben wir es nicht allzu lange am Pool ausgehalten und uns den Roller der Freundin des Vermieters ausgeliehen. Wir haben ein paar bekannte Orte abgefahren: haben den Baufortschritt des mit Spenden finanzierten großen Buddha begutachtet und uns über die vom Militär von den fliegenden Händlern und Verkaufsbuden geräumten Strände gewundert.

Nach ein paar Tagen stand unser “Hilux” vor der Tür mit dem wir eine fünftägige Landtour nach Bangkok gemacht haben.

Das war unsere letzte “große” Reise, da 2017 noch eine kleinere Reise mit einem gemieteten Wohnmobil auf dem Programm stand und ab 2018 unsere Reisen ausschließlich mit Herrn Geheimrat stattfinden. Diese sind ja immer aktuell auf www.Reise-Guckloch.de beschrieben.

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