Tag 16: Bretonische Flut

Das heutige Tagesziel ist der Ort mit dem unaussprechlichen Namen Douarenenez in den Kommissar Dupin der Mord an einer jungen Küstenfischerin führt.

Aber fangen wir vorne an: das Wetter der Bretagne hat uns mit Wind und Regen fest im Griff. Wir wissen zwar, dass wir uns darauf eingelassen haben, aber trotzdem hat das Einfluss auf unser Reiseverhalten.

Nach dem Frühstück haben wir den nächstgelegenen Supermarkt aufgesucht, um die Vorräte aufzufüllen und Wäsche zu waschen.

Das lässt sich in Frankreich ganz gut miteinander kombinieren.

Den ursprünglichen Plan, eines der Enden der Welt, die Pointe du Raz zu besuchen, haben wir für dieses Mal verschoben.

Ein paar interessante Aspekte sollen aber doch erwähnt werden.

Der seltsame Begriff „raz“ ist ursprünglich ein Wikingerwort, das denselben Ursprung wie das deutsche Wort „rasen“ hat und im Bretonischen eine schnelle Meeresströmung bezeichnet.

Die Gegend, in der sich die Pointe du Raz befindet, ist das Finestère, eine Halbinsel, der schon die Römer den Namen „Finis Terrae“ (Ende der Welt) gaben.

Aber wir haben, wie gesagt den Besuch dieses Endes der Welt auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Ein kurzer Zwischenstopp wurde noch in Pont-l’Abbé eingelegt. Hier sollen die Spitzhauben (französisch coiffes) der Tracht der einheimischen Frauen, die überall abgebildet sind ihren Ursprung haben.

Gegen 17:00 sind wir dann in der „Sardinenstadt“ Douarnenez auf den Spuren von Kommissar Dupin angekommen.

Obwohl Dupin nie wieder auf dem Meer ermitteln wollte, führt der Mord im Buch Bretonische Flut“ an einer jungen Küstenfischerin, die man in der Auktionshalle am Hafen gefunden hatte, den Kommissar nach Douarnenez.

Nach dem Gespräch mit der Hafenmeisterin sucht der Kommissar einen Rückzugsort, um in Ruhe nachdenken zu können. Assistentin Nolwenn schickt ihn ins Hotel Ty Mad im Ortsteil Treboul. „Ein ungewöhnlich schönes Hotel und Restaurant vom Ende des 19. Jahrhunderts, mit einer paradiesischen Terrasse. Da sind Sie völlig ungestört. Max Jacob, Picasso, Dior waren in den Dreißigern da, ein Ort, der eine außergewöhnliche Seele besitzt.“

Von diesem Hotel aus, hat er einen freien Blick aufs Meer und die Insel Tristan, auf der Dupin schließlich mithilfe dessen, was die Hotelbesitzerin des Ty Mad ihm erzählt, den Fall lösen kann.

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