Tag 23: Zwiebeln

Wir haben unseren Aufenthalt auf dem Platz in Poulennou in der Nähe von Cléder um einen Tag verlängert und einen schönen Rollerausflug in die circa 18 Kilometer entfernte Hafenstadt Roscoff unternommen.

Trotz des russisch klingenden Namens liegt diese interessante Stadt in der Bretagne.

Die Stadt ist ein wichtiger Fährhafen nach Großbritannien und Irland.

Wir haben uns aber nicht Richtung Fähren, sondern zum alten Hafen orientiert.

Wieder einmal lagen die Boote auf dem Trockenen und wartetet auf die Flut.

Der Spaziergang durch die Gassen mit den alten Steinhäusern am Hafen war kurzweilig und die von Kaufleuten und Schiffseignern gestiftete gotische Kirche Notre Dame-de-Croaz-Batz beeindruckte mit ihrer bunten Holzdecken Verkleidung.

An vielen Stellen wurden die bekannten Roscoff Zwiebeln verkauft, die eine interessante Geschichte haben.

Die Zwiebel wird traditionell zu Zöpfen geflochten und wurde früher geschätzt als Schiffsproviant. Bauern aus Roscoff vertrieben die Zwiebeln früher als Fliegende Händler in Süd-England. Daher stammt der Spitzname Johnnies für die Zwiebelhändler. Mit der Weltwirtschaftskrise und spätestens mit dem 2. Weltkrieg und der Abwertung des Britischen Pfund ging das Geschäft nach und nach zurück. Erst in den 1980er und 1990er Jahren erfuhr die Roscoff-Zwiebel dann als Spezialität ihre Renaissance.

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