Tag 29: Flammendes Herz

Dass wir die Bretagne verlassen haben ist mit jedem Kilometer dem wir unserem Tagesziel näher gekommen sind deutlicher geworden.

Die stolzen bretonischen Häuser sind kleinen, einstöckigen „Häuschen“ gewichen. Große Flächen werden zur Meersalzgewinnung genutzt und das Brackwasser riecht nicht immer besonders angenehm.

Unser Stellplatz liegt ganz in der Nähe der Brücke zur Île de Noirmoutier, die wir aber erst morgen besuchen wollen.

Heute haben wir zunächst nach der Ankunft eine Rollertour in den ca. 30 Kilometer entfernten Ort mit dem fast unaussprechlichen Namen St.-Gilles-Croix-de-Vie gemacht.Der Fluss Vie trennt die beiden ehemals selbstständigen Orte St.-Gilles und Croix-de-Vie.

Im 19. Jahrhundert wurde St.Gilles zu einem Zentrum des Sardinenfangs an der französischen Atlantikküste. In vielen Geschäften kann man diese Fische in bunten Konservendosen kaufen.

Seit über 100 Jahren haben die hier gebauten Boote des Schiffsbauers Bénéteau einen guten Ruf.

Boote liegen auf jeden Fall jede Menge in dem großzügig angelegten Hafen.

An einigen Stellen sind einem Symbol begegnet, dessen Bedeutung wir auf den Grund gegangen sind.

Der Aufstand der Vendée war der bewaffnete Kampf der royalistisch-katholisch gesinnten Landbevölkerung des Départements Vendée und benachbarter Départements gegen Repräsentanten und Truppen der Ersten Französischen Republik von 1793 bis 1796. Über 300.000 Tote und die gezielte Vernichtung von Siedlungen, Vieh und landwirtschaftlichen Flächen durch die Truppen der Republik waren die Folge.

Symbol des Widerstands: Das Sacré-Cœur mit der Devise „Gott, König“ war auf die Kleidung der Aufständischen aufgenäht.

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