Tag 88: Gebeine

Heute ging die Rollertour in eine andere Richtung, nämlich nach Osten: Albufeira war das Ziel.

Die Stadt hat eine etwa 2000-jährige Geschichte und da sie auf einem Felsen erbaut war, galt sie als uneinnehmbar. Die Mauren konnten erst 1249 von Afonso III. aus der Stadt vertrieben werden. Infolge des Erdbebens von Lissabon wurde die Stadt 1755 fast völlig zerstört. Ein Tsunami überflutete die untere Stadt.

1823 wurde Albufeira während der blutigen Auseinandersetzungen zwischen Liberalen und Miguelistas von den Miguelista-Guerrilleros unter Remexido eingekreist und angezündet. Ein Teil der Bevölkerung wurde massakriert.

An die alte Stadt erinnert heute fast nichts mehr und war heute fest in britischer, holländischer und deutscher Hand.

In den zahlreich vorhandenen Kneipen schauten sich Fussballfans das samstägliche Spielgeschehen auf riesigen Bildschirmen an. Bei bester Laune und moderaten Bierpreisen hatte sie ihren Spass und so hat das mit der “Eroberung” der Stadt schon wieder geklappt.

Auf dem Rückweg haben wir uns noch ganz in der Nähe unseres Platzes, in Alcantarilha die Capela dos Ossos angeschaut.

Dieser skurrile Ort ist eine Kapelle, in der Schädel und Gebeine aufgeschichtet sind. Diese stammen von einem nahegelegenen Friedhof, der geräumt werden musste.

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