Tag 94: am höchsten Leuchtturm Spaniens

Ziel der heutigen Rollertour war der nächste Ort, der östlich von uns liegt.

Chipiona ist eine Kleinstadt, die an der Mündung des Guadalqivir liegt und als der sauberste Badeort Andalusiens gilt.

Wir haben uns die Sehenswürdigkeiten dieses Ortes angeschaut:

„María Virgen de Regla“ („Jungfrau María de Regla“) ist bis heute die Schutzheilige der Stadt. Als die Araber im 8. Jahrhundert Chipiona eroberten, versteckten Eremiten das Heiligenbild in einem Wassertank, ca. 30 Meter von der Zitadelle, dem heutigen Kloster. Die Marienstatue wurde im 14. Jahrhundert durch eine Marienerscheinung wiederentdeckt. Über dem ehemaligen Wassertank wurde ein sogenannter „Humilladero“ gebaut, eine Glaubensstätte mit dem Heiligenbild der Maria und anderen religiösen Symbolen. Sie steht bis heute neben der Sandsteinkirche „Vírgen de Regla“.

1755 wurde Chipiona hart von den Folgen des Erdbebens von Lissabon getroffen. In dem Moment, in dem die Flutwelle Chipiona treffen sollte, erschien der Sage nach der Heilige Christus der Barmherzigkeit und schickte die Welle zurück ins Meer. An diesem Ort wurde ein großes Eisenkreuz errichtet, das „Cruz del Mar“. Auch wenn man heute weiß, dass das Phänomen tatsächlich stattgefunden hat und man es naturwissenschaftlich nachweisen kann, wird von der Stadtkirche aus bis heute an jedem ersten November des Jahres eine Prozession zu dem beliebten Ausblicksort durchgeführt.

Der Leuchtturm Chipionas wurde 1867 gebaut und ist mit 69 Metern der höchste Spaniens und einer der höchsten weltweit. Er gilt gleichsam als „das“ Wahrzeichen der Stadt. Er liegt an der Spitze einer kleinen Landzunge namens „Punta del Perro“, der Punkt des Hundes. Wie der antike Leuchtturm dient er bis heute als visueller Orientierungspunkt für die Frachtschiffe, die in großen Mengen in den Fluss Guadalquivir einfahren.

Da uns die Innenstadt von Chipiona nicht so sehr angesprochen hat, sind wir noch einmal nach Sanlucar gefahren.

Dort haben wir uns gestern nur einen kleinen Teil der Stadt angeschaut und deshalb wollten wir heute mehr sehen.

Schöne Plätze und tolle Gebäude, bei denen der maurische Einfluss deutlich zu sehen ist haben uns begeistert.Gut, dass wir der Stadt einen zweiten Besuch abgestattet haben.

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