Tag 151: Flamingos und Pétanque

Auf dem Beutezug zum französischen Bäcker habe ich direkt gegenüber von unserem Stellplatz dieses Flamingo Pärchen entdeckt.

Die haben mir Glück gebracht und ich konnte beim nahegelegenen Bäcker reiche Beute machen. Damit hat der Tag schon einmal gut angefangen.

Auch die Temperatur hat sich von nachts 7° auf angenehme 20° hochgearbeitet.

Da stand dann einem Bummel durch den kleinen Ort nichts mehr im Wege.

Saintes-Maries-de-la-Mer ist auch für Franzosen ein beliebtes Wochenendziel und das hat Strand und Sträßchen gefüllt.

Aber die Petanque Spieler haben sich durch das Publikum nicht aus der Ruhe bringen lassen und weiter ihre Kugeln in Richtung Schweinchen geworfen.

Pétanque ist ein dem Boule-Spiel zugeordneter Präzisionssport. Dabei versuchen zwei Mannschaften, eine bestimmte Anzahl von Kugeln so nahe wie möglich an eine vorher ausgeworfene Zielkugel zu werfen.

Pétanque wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Südfrankreich erfunden.

In einem gerichtlichen Verbot des Kugelspiels von 1629 hieß es: Boule verführt zu lasterhaften Ausschweifungen und ist Ursache sonstiger Unverschämtheiten.

Trotzdem verbreitete sich das Spiel weiter – besonders beliebt war es unter Soldaten.

Anfang des 20. Jahrhunderts lebte Jules Le Noir im südfranzösischen La Ciotat, nahe der Gemeinde Cassis. Er war als guter Boulespieler bekannt, der aber aufgrund eines Rheumaleidens nicht mehr in der Lage war, die drei Anlaufschritte zu machen, die das heute noch populäre Jeu Provençal verlangt.

Außerdem liegen die Distanzen zwischen Abspielkreis und Zielkugel zwischen 15 und 21 Metern. Sein Freund Ernest Pitiot erfand daraufhin im Jahre 1907 ein Spiel, das auf kürzere Entfernung und ohne Anlauf gespielt wird.

Geschlossene Füße (französisch pieds tanqués) heißt im provenzalischen Südfranzösisch ped tanco.

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