Tag 43: North Pole

Gestern Abend haben wir in einer Regenpause das obligatorische Ritual für ein neues Land, das wir mit Herrn Geheimrat befahren vollzogen.

Die USA sind das 25.Land, dessen Flagge wir seit 2017 an die Hecktür kleben dürfen.

Es kommen hoffentlich noch viele dazu.


Der Straße nach Fairbanks heißt jetzt Richardson Highway und überquert kurz nach Delta Junction den Tanana River. Ein dickes Rohr, das sogar vom FBI überwacht wird läuft parallel zur Brücke.

Das ist die Trans-Alaska-Pipeline (TAP), eine Erdölleitung, die 1287 km von der Prudhoe Bay im Norden zum eisfreien Hafen Valdez am Prince William Sound im Süden verläuft.

Der Permafrostboden Alaskas zwang die Konstrukteure dazu, die Pipeline fast über die Hälfte der Länge auf Stelzen zu bauen. Es ist die erste heiße Pipeline mit 70 bis 80 Grad Celsius, weil das Alaskaöl einen hohen Wachsgehalt hat und deshalb nicht abgekühlt werden kann. Die Stelzen wurden nötig, da die Pipeline sonst durch den Temperaturunterschied zwischen dem Erdöl und dem gefrorenen Boden das Permafrosteis geschmolzen hätte und darin versunken wäre.

Kurz vor Fairbanks haben wir einen Stopp einlegen müssen, denn links vom Highway hat uns ein riesiger Santa Claus zu sich gewunken.

Nach dem amerikanischen Mythos wohnt der Weihnachtsmann Santa Claus am Nordpol. Aus diesem Grund betreibt der United States Postal Service ein Weihnachtspostamt in North Pole.

Das Angebot dort hat uns umgehauen- lasst einfach die Bilder auf Euch wirken.


So weihnachtlich eingestimmt sind wir das kurze Stück zu unserem Tagesziel nach Fairbanks weitergefahren. Fairbanks ist nach Anchorage die zweitgrößte Stadt im US-Bundesstaat Alaska und die größte Stadt im Hinterland Alaskas.

Da uns die Innenstadt nicht besonders attraktiv erschien, haben und wir den Pioneer Park besucht. Das ist ein 44 Hektar großer Stadtpark mit mehreren Museen und historischen Ausstellungen vor Ort, die an die frühe Geschichte Alaskas erinnern.

Besonders viel Spaß hat uns die Fahrt mit der kleinen Dampflok gemacht bei der wir ein kleines Filmchen für unseren Enkel Emil gedreht haben, der ein großer Eisenbahnfan ist.

Morgen geht es Richtung Denali Park und wir hoffen, dass sich das Wetter ein wenig bessert.


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