Tag 148: Triathlon

Ich hatte ja schon über die Baja 1000 das Extremrennen Mexikos geschrieben.

Das Geschehen konnte ich nicht live verfolgen, da wir zu dieser Zeit keine oder eine schlechte Internetverbindung hatten.

Aber ein kleiner Film vermittelt einen guten Eindruck:

Apropos schlechte Internetverbindung. Wir haben jetzt zum zweiten Mal eine nette Schweizerin getroffen, die wegen eines Getriebeschadens dreieinhalb Wochen in Bahia de Los Angeles festsaß. Drei Tage davon ohne Internet. Der Grund: jemand hatte die Batterien des solarbetriebenen Mobilfunk Sendemastes in den Bergen geklaut.

Wir haben am frühen Nachmittag eine kleine Rollertour gemacht um einen weiteren Campingplatz in Loreto anzuschauen, der uns aber nicht zugesagt hat.

Dafür sind wir noch einmal durch das nette kleine Städtchen gebummelt.

Vor einem Laden sind sehr bunte Gegenstände aufgefallen, an deren Bedeutung ich mich dunkel erinnert habe.

Die Piñatas sind bunt gestaltete Figuren, heutzutage aus Pappmaché, früher aus mit Krepp-Papier umwickelten Tontöpfen, die bei Kindergeburtstagsfeiern mit Süßigkeiten und traditionell mit Früchten (Mandarinen, Zuckerrohr, Guaven, Tejocotes, Jicamas, Erdnüssen) gefüllt sind. Sie sind in Mexiko und Mittelamerika bei Kindergeburtstagen und zur Weihnachtszeit verbreitet.

Kinder, deren Augen verbunden sind, schlagen abwechselnd mit einem Stock auf die Piñata ein, bis sie zerbricht und die in ihr versteckten Überraschungen herausfallen. Die Piñata hängt dabei meist an einem Seil über den Kindern und ist nur mit dem Stock erreichbar. Eine weitere Variante besteht darin, die Piñata so anzubringen, dass sie sich hoch und herunter ziehen lässt, um es noch spannender und lustiger zu gestalten. Jeweils einem Kind werden die Augen verbunden, und es versucht, mit dem Piñatastock die Piñata zu treffen und sie dabei aufzubrechen. Die anderen Kinder singen in der Zwischenzeit ein bestimmtes Lied. Ist das Lied zu Ende, darf das nächste Kind sein Glück versuchen. Zerbricht die Piñata, dürfen alle Kinder so viel aufheben, wie sie erwischen können.

Bummeln macht hungrig und ich durstig und wir sind in ein uriges mexikanisches Lokal eingekehrt. Heute Abend wird die kleine, feine Carthagoküche wohl kalt bleiben.

Auf dem Hauptplatz gleich neben dem Restaurant waren schon verschiedene Stände für den morgigen Triathlon aufgebaut, der in der Variante “Sprint” ausgeführt wird.

Die Anmeldefrist ist leider schon abgelaufen, sodass ich leider nicht mehr teilnehmen kann. Es wäre schon interessant gewesen, denn für die Teilnehmer gibt es 15% Nachlass in allen Lokalen!


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