Tag 19 – Sänger, Wohltätigkeit und höchste Geburtenrate in den Niederlanden

Nach viele trockenen Tagen auf dieser Reise hat nachts Regen eingesetzt, der aber am Morgen schon wieder aufgehört hatte. Die Sonne kämpfte sich durch die grauen Wolken und wir konnten bei trockenem Wetter starten.

Vorher hat uns noch eine freundliche Hafenmeisterin ein paar Dokumente ausgedruckt, die wir ihr per Mail zugeschickt hatten und die wir in Papierform benötigten.

Am Markermeer entlang Richtung Nordosten zu dem Ort mit dem seltsamen Namen „Urk“.

Dort haben wir am frühen Nachmittag den vorletzten Platz im Hafen bekommen.

Mitten im aktiven Werftgeschehen, ein paar Minuten von einem schönen Fischgeschäft entfernt, das natürlich sofort von der Köchin heimgesucht wurde.

Beim Spaziergang durch das Fischerdorf konnten wir die alten Häuser und den Leuchtturm bewundern.

Von den Einwohnern, die wir gerne kennengelernt hätten und über die wir interessantes gelesen hatten, war nichts zu sehen. Klar, schließlich war Donnerstag Nachmittag und „normale“ Menschen müssen um diese Zeit arbeiten.

Sehenswürdigkeiten und Charakter

Das alte Fischerdorf Urk besitzt ein gut erhaltenes, kompaktes Zentrum mit einem alten Fischereihafen, einem Heimatmuseum im Alten Rathaus und vielen alten Häusern. Die streng religiöse, reformierte Bevölkerung hält noch an verschiedenen Traditionen fest. Die Trachten werden jedoch kaum mehr getragen. Beliebt ist das Singen: Urk hat einige bekannte Männerchöre. Aufgrund ihrer Frömmigkeit spenden viele Urker viel Geld für wohltätige Zwecke (unter anderem Hilfe an Völker in Afrika). Auf Urk wird pro Kopf mehr für Wohltätigkeit ausgegeben als in jedem anderen Ort in Westeuropa.

Bevölkerung und Dialekt

Die Form der Bevölkerungspyramide (Stand 2007) ist wegen der nicht vorhandenen Überalterung der Bevölkerung ungewöhnlich für Industriestaaten.
Urk besitzt mit 3,23 Kindern pro Frau die höchste Geburtenrate in den Niederlanden. Die Bevölkerung entwickelte sich dynamisch und wächst konstant mit einer Rate von 1,53 % pro Jahr.

Auf Urk wird der älteste Dialekt der Provinz gesprochen: das Urkers. Urkers ist eine Übergangsmundart zwischen dem Niedersächsischen und dem Niederfränkischen.

(Quelle: Wikipedia)

Den Abschluß des Rundgangs bildete die Besichtigung der Fischerboote und von ein paar ausgestellten Fischerutensilien.

Danach sind wir eiligen Schrittes in Herrn Geheimrat geflohen, denn erneut setzte Regen ein und der stramme Wind wuchs zu einem kleinen Sturm an.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: