Zwischenruf: Müll in Marokko

Gerne hätte ich auf dem Stellplatz in Taroudannt meinen Müll, wie auf dem Hinweisschild gefordert in Mülltonnen sortiert entsorgt. Alleine die Tonnen gab es nicht und dafür standen die überquellenden Waschkörbe und die Schubkarre an deren Stelle.

Auch an vielen anderen Stellen haben wir gesehen, dass der Müll abgekippt, liegen bleibt oder angezündet wird.

Als Gast eines Landes steht es uns selbstverständlich nicht zu, dessen Abfallwirtschaft zu kritisieren und Marokko ist nicht Deutschland.

Auch in vielen anderen Ländern, die wir bereist haben, wie Myanmar, Vietnam, Kambodscha, Ecuador oder Peru konnten wir diese Art des Umgangs mit „Wohlstandsmüll“ beobachten.

In Ländern, die in wenigen Jahren oder Jahrzehnten aus einer bäuerlichen Selbstversorger Gesellschaft in eine Zeit des Konsums, Satelliten-TV und Internets quasi katapultiert wurden, ist es Aufgabe der Gebildeten und Verantwortlichen dieser Länder Mittel und Wege zu finden, das Bewusstsein für diese Dinge zu wecken und die Infrastruktur zu schaffen.

Als Gast können wir Vorbild sein und höflich an geeigneter Stelle darauf hinweisen, dass wer langfristig am Tourismus verdienen will, seine Schätze schützen muss.

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