Tag 78: am Rand der Welt

Wie gestern “angedroht”, stand heute als erster Punkt “Kultur” auf der Agenda:

Der Palast ist das bekannteste Bauwerk Mafras, dabei ist auch seine umfangreiche historische Bibliothek zu nennen, die allein 40.000 Bände aus dem 16. und 18. Jahrhundert birgt.

Der Palast wurde zwischen 1717 und 1755 errichtet und sowohl als königliche Wohnstätte als auch als Kloster genutzt. Er verfügt über mehr als 1200 Räume, die durch mehr als 150 Treppenaufgänge verbunden sind. Allerdings ist davon nur ein Bruchteil für die Öffentlichkeit zugänglich. Doch selbst bei einer Besichtigung dieses „Bruchteils“ laufen Sie mehr als 1,5 km durch verschiedene Prunkräume – der Palast ist einfach unfassbar groß.

Besichtigt werden können die Krankenstation des Klosters, die königlichen Gemächer und die beeindruckende Bibliothek. Alle diese Räume wurden liebevoll restauriert und enthalten originale Möbelstücke, Kunstwerke und historische Objekte.

Nach so viel “Kultur” war uns auch wichtig, an den wesentlichsten Punkt Europas zu fahren:

Als Cabo da Roca wird die wilde, schroffe Landzunge bezeichnet, die den westlichsten Punkt des europäischen Festlandes bildet. Bis ins 14. Jahrhundert hielten die Menschen die windgepeitschten Felsen und öden Landschaften als den Rand der Welt. Selbst heute verströmt die Region eine abgelegene und wilde Atmosphäre.Wir haben schon einige solcher markanten Punkte besucht, wie zum Beispiel das Nordkapp, den Äquator in Quito in Ecuador oder den geografischen Mittelpunkt des politischen Europas in Litauen. Für uns ist das immer ein besonderes Gefühl, das sich schlecht beschreiben lässt.

Die Weiterfahrt war ziemlich abenteuerlich und wir waren froh, als wir endlich unser “Übernachtungs-Kap” erreicht hatten.

Das Cabo Espichel ist ebenfalls eine Landspitze an der portugiesischen Atlantik-Küste, knapp 40 km westlich der Stadt Setúbal bzw. ca. 45 km südlich von Lissabon, auf der sich ein Leuchtturm (um 1790 erbaut) und ein Kloster mit der barocken Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Cabo und ehem. Pilgerunterkünften befinden.

Das Kap ist der südliche Punkt für den Trichter der Tejo-Mündung. Das Gegenstück auf der Nordseite ist das Cabo da Roca.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: