Tag 20: Der wirklich westliche Zipfel

Wir haben uns heute weiter Richtung Norden aufgemacht, die Stadt Brest umfahren und sind am westlichsten Punkt Kontinental-Frankreichs, am Pointe de Corsen gelandet.

Von unserem Steinhaus ist es nur ein Katzensprung zum östlichsten Ort Frankreichs.

Den westlichsten Punkt Europas werden wir auf dieser Reise hoffentlich auch noch erreichen.

Am nördlichsten Punkt Europas war Herr Geheimrat im Juli 2019.

Mit viel Glück haben wir einen schönen Platz auf dem Stellplatz der Gemeinde Plouarzel bekommen.

Hinter uns befindet sich der Leuchtturm von Trézien, der die Grenze zwischen Atlantik und Ärmelkanal markiert.

Da wir relativ früh am Nachmittag unterwegs waren, blieb noch Zeit, die Vorräte aufzufüllen und einen kleinen Rollertrip zu einem der größten Steinmonumente, dem Menhir de Kerloas zu unternehmen.

Der etwa 9,50 m hohe gebauchte Granitstein ist seit dem Jahr 1883 als Monument historique anerkannt. Er ist etwa 150 Tonnen schwer und wurde aus dem ca. 3 km entfernten Aber Ildut zu seinem jetzigen Standort gebracht. Der in die Zeit um 4000 v. Chr. zu datierende Großmenhir ist mit einer Verkeilung gesichert, die vor Jahrzehnten von Schatzsuchern beschädigt wurde.

Der Menhir von Kerloas war lange Gegenstand eines lokalen Aberglaubens: Junge Paare kamen vor ihrer Vermählung nachts an diesen Ort und rieben ihre Körper an dem Stein, in der Hoffnung, schöne Kinder zu bekommen.

Windgeschützt durch Hecken und die Breitseite von Herrn Geheimrat konnten wir den Rest des Nachmittags noch in der Sonne genießen.

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