Tag 25: Austern und meer


Für die morgendliche Baguette Jagd an unbekannten Orten haben sich zwei Vorgehensweisen bewährt:

Man(n) geht in Richtung Kirchturm, da sich der Bäcker in Frankreich meist in der Ortsmitte befindet oder man beobachtet aus welcher Richtung baguette-bewaffnete Franzosen kommen.

Das hat auch heute zum Erfolg geführt und ist spannender, als einfach „Bäckerei in meiner Nähe“ in Google Maps einzugeben.

Frühstücksgestärkt konnten wir dann zu unserer Rollertour nach Saint-Malo aufbrechen.

Die Strandsegler, die den gleichmäßigen Wind und den festen Sandboden perfekt ausgenutzt und waren ein echter Hingucker.

Bei unserem bereits zweiten Besuch in Saint-Malo hat uns nicht nur die von hohen Granitmauern umgebene Altstadt begeistert, sondern auch die bis in die Vororte hineinreichenden Häuser zählen für uns zu den schönsten in der Bretagne.

Wir wussten schon, dass wir mit dieser Begeisterung nicht alleine sind und eine Menge Besucher die einstige Hochburg der Freibeuter (vom König gebilligte Piraten) aufsuchen, aber uns gefällt es dort und auch heute war der Bummel ein tolles Erlebnis.

Bummeln macht hungrig und deshalb führte uns der Rückweg an der Küste entlang in das für seine Austern bekannte Cancale.

Nicht alle Besatzungsmitglieder des Herrn Geheimrat können sich für diese Meerestiere begeistern, aber die Köchin konnte dem Dutzend Nr.1 für 7,90€ (frisch geöffnet) nicht widerstehen.

Traditionell werden diese an der Hafenmauer mit Sicht auf die Austernbänke gegessen und die Schalen werden über die Mauer entsorgt.

Wir hatten heute Glück und konnten über die ganze Bucht schauen und am Horizont den Mont-Saint-Michel erkennen (aber nur, weil wir wussten, wo man hinschauen muss).

Wir werden wohl noch einen Tag in Le Vivier-sur-Mer verlängern, weil die Köchin bei den Moules-frites in dem unserem Stellplatz naheliegender Lokal entdeckt hat, dass der zugehörige Laden das volle Fisch- und Meerestier-Programm führt und sie morgen dort zuschlagen will.

Man darf gespannt sein…

2 Kommentare

  1. Ja die Franzosen mit ihren Paquets, ein Bild dass auch mir bleibt! Cancale habe ich in bester Erinnerung. Vermeintlich bestellten wir einen Fischteller am Tisch begrüsste uns ein Teller beladen mit Eis, auf dem verschiedene ungekochte Meerschnecken lagen 😩😩😩 Kommentar überflüssig… Im Baltikum ist die Küche besonders schmackhaft. Da gab’s leckere Menues mit für uns noch unbekannten feinen Gerüchen. Jetzt grüssen wir Euch von Polen. Wir werden durch die Masuren nach Sepopol (Schippenbeil) fahren wo Ilonas Mutter, damals Ostpreusen, aufgewachsen ist. Dann geht’s nach Danzig.
    Seid von uns herzlich gegrüsst!
    Martin

  2. Wir wünschen Euch weiterhin eine gute Reise. Wir haben jeden Tag auf Euren Bericht und die Bilder gewartet. Genießt die schneckenlose Küche. Liebe Grüße – Hartmut und Marion

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